ITK: Deutschland holt langsam auf

Im Ländervergleich mit den USA liegt Deutschland bei der Computerausstattung weiterhin deutlich zurück. Mit 45 PCs je 100 Einwohner verfügen die Deutschen statistisch nur über halb so viele Computer wie die US-Amerikaner.

„In den USA ist der PC in breiten Bevölkerungsschichten zu einem Alltagsgerät geworden“, sagte Berchtold. In Deutschland gebe es in den Haushalten weniger Zweit- und Drittgeräte und insbesondere der öffentliche Bereich und das Bildungswesen hinken bei der Ausstattung mit neuen Technologien zurück. So müssen sich in deutschen Schulen rechnerisch elf Schülerinnen und Schüler einen PC teilen, während es in den USA nur drei sind.

Entsprechend geringer sind in Deutschland die ITK-Ausgaben. Sie betrugen im vergangenen Jahr 1620 Euro pro Kopf. Damit liegt Deutschland zwar über dem EU-Schnitt, aber hinter Ländern wie den USA mit 1943 Euro und Spitzenreiter Schweiz mit 2763 Euro pro Kopf.

Ein großer Erfolg ist in Deutschland der elektronische Handel. Im Jahr 2006 haben hierzulande 38 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Waren oder Dienstleistungen über das Internet bestellt. Deutschland belegt damit in Europa hinter Norwegen (47 Prozent) und Schweden (39 Prozent) den dritten Platz.

Im Hintertreffen ist Deutschland beim E-Government. Nur 32 Prozent der Bevölkerung nutzten 2006 Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung. In Norwegen, Schweden und den Niederlanden waren es mehr als die Hälfte. Der Grund: Das Angebot der Behörden ist unzureichend. Im Jahr 2005 war in Deutschland nur knapp die Hälfte der 20 grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen über das Internet verfügbar. Zu den betrachteten Online-Diensten gehören die Beantragung von Dokumenten wie Ausweis oder Pass, die Abgabe der Steuerklärung oder die Anmeldung nach einem Umzug. Zum Vergleich: In Österreich sind bereits 83 Prozent der 20 wichtigsten Dienste online, in Großbritannien 71 Prozent und in Frankreich 65 Prozent.

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