Viele Funktionen des Blackberry 8800 sind Standard in diesem Marktsegment, aber ein paar zusätzliche Features unterscheiden ihn von einem reinen Messaging-Gerät. So können mit dem integrierten Media Player verschiedene Audio- (MP3, WMA, AAC, AAC+, eAAC+, AMR-NB und MIDI) und Videoformate (MPEG4, WMV und H.263-Dateien) wiedergegeben werden. Dafür stehen etwa 64 MByte Speicher zur Verfügung. Es empfiehlt sich allerdings eine Micro-SD-Karte, um größere Media-Dateien zu speichern.

Der Musikplayer bietet nur Grundfunktionen: Abgesehen von den standardmäßigen Stopp- und Abspielfunktionen können Playlists in Form von Ordnern erstellt und Songs in einem bestimmten Ordner in zufälliger Reihenfolge oder als Schleife abgespielt werden. Beim Benutzen des Players wird der Anwender schnell feststellen, dass externe Bedienelemente praktischer wären. So muss man erst die Menü-Taste drücken, wenn man einen Titel überspringen oder zum vorigen Song zurückkehren möchte. Es steht auch eine Funktion bereit, mit der Songs als Klingelton gewählt werden können. Die Musikwiedergabe kann während der Nutzung anderer Programme fortgesetzt werden. Geht während der Musikwiedergabe ein Anruf ein, stoppt der Player selbstständig. Nach Beenden des Gesprächs läuft die Musik dann weiter.

Vielreisende werden die integrierte GPS-Funktion zu schätzen wissen. Es gibt bisher nur wenige Smartphones mit diesem Feature. Für die Navigation wird ein standortbasierter Dienst benötigt (Off-Board-Navigation) oder eine Navigationssoftware für mobile Geräte.

Der Blackberry 8800 bietet eine Freisprecheinrichtung, sprachaktivierte Rufnummernwahl, Konferenzruf, Schnellwahl und Quad-Band-GSM für die Nutzung in vier Netzen. Die Kapazität des Adressbuches ist nur durch den zur Verfügung stehenden Speicher beschränkt (die SIM-Karte speichert zusätzliche 250 Kontakte). Für jeden Eintrag kann man bis zu acht Nummern, Arbeits- und Privatadressen, E-Mail- und Webadressen, Informationen über das Unternehmen und Notizen speichern. Darüber hinaus lassen sich die Daten einer Gruppe zuordnen, etwa „geschäftlich“ oder „privat“.

Kabellose Optionen bleiben auf Bluetooth-2.0-kompatible Geräte begrenzt. Über dieses Protokoll können Headsets und Freisprecheinrichtungen verwendet werden. Es gibt keine A2DP-Unterstützung für Bluetooth-Stereokopfhörer, aber der 8800 ist als kabelloses Modem für das Notebook einsetzbar. RIM hat zwar angekündigt, künftige Geräte auch mit Wi-Fi auszustatten, davon ist aber beim Blackberry 8800 noch nichts zu merken. Enttäuschender ist, dass das Gerät keine 3G-Netzwerke (UMTS oder HSDPA) unterstützt. Daher muss sich der Benutzer beim Surfen im Internet mit GPRS-Geschwindigkeiten (oder EDGE) zufrieden geben.

Blackberry 8800
Der Blackberry 8800 verfügt über eine Reihe von PIM-Tools für Business-Anwender wie Kalender, Aufgabenliste, Notizblock, Wecker und Taschenrechner.

Nicht zu vergessen ist natürlich die Funktion, für die Blackberrys in erster Linie bekannt sind: E-Mail. Der Blackberry 8800 bietet die bekannte Push-Technologie und kann sich mit Blackberry-, Microsoft-Exchange-, IBM-Lotus-Domino- und Novell-Groupwise-Servern in Unternehmen synchronisieren. Insgesamt unterstützt das Gerät bis zu zehn private und geschäftliche POP3- oder IMAP4-Konten, und dank des Setup-Tools lassen sich E-Mail-Konten noch einfacher einrichten. Der Blackberry 8800 bietet einen Viewer für Dateiformate wie Microsoft Word, Excel, Powerpoint, Corel Wordperfect, PDF, JPEG und GIF als E-Mail-Anhänge.

Der Blackberry 8800 unterstützt Text- und Multimedia-Nachrichten sowie Instant Messaging. Die IM-Applikationen bleiben jedoch wieder auf den proprietären Blackberry-Messenger-Client beschränkt – mit Nutzern anderer Dienste kann man nicht chatten.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Der große Bruder des Pearl im Test: Blackberry 8800

Kommentar hinzufügen

Kommentare sind bei diesem Artikel deaktiviert.