Europa investiert zu wenig in Open Source

Es gibt aber auch optimistische Stimmen zum Thema Investments in OSS: Es habe sich gezeigt, dass nach dem Betriebsystem Linux und Middleware wie My SQL und Jboss jetzt ein Run auf die Applikation beginne, erklärte etwa Richard Seibt, Vorstand des Linux-Business-Campus Nürnberg e.V. (LBCN) – und nennt Compiere, Sugar CRM, Open-Xchange und Zimbra als Beispiele. „Der potentielle Kunde probiert alles allein aus, und wenn er es in Produktion nimmt, dann kauft er noch eine Versicherung für Maintenance und Support hinzu“, so Seibt.

Der nach wie vor existente Vorteil von Open-Source-Produkten liegt in der Community, die die Basientwicklung kostenlos erledigt. Für die Veredelung und das Programmieren von Zusatzfunktionalitäten seien anschließend weniger Mitarbeiter notwendig, was sich auf der Kostenseite und damit im Verkaufspreis niederschlage, erläutert Frank Naujoks von IDC: „Derzeit erhalten weltweit Unternehmen im Bereich von Unternehmensapplikationen frisches Kapital von den Investoren. Sugar CRM hat in den USA den Reigen eröffnet.“

Die Weiterentwicklung des OSS-Marktes hin zu komplexeren Lösungen macht Software attraktiv, die in der Lage ist, teure und proprietäre Enterprise-Lösungen zu ersetzen. Das Spektrum reicht dabei von CRM-Lösungen über ERP bis hin zu Content-Management und Middleware-Komponenten wie Applikationsserverver. Außerdem entsteht nach Auffassung Carlo Veltens von der Experton Group auf Basis von OSS sowie offener Schnittstellen der großen Anbieter ein neues Marktsegment an webbasierten Services, das von Social Networking bis zu neuen personenbezogenen Suchapplikationen reicht.

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