Neu in der Suite von Symantec ist ein Anti-Phishing-Werkzeug. Die restlichen Bestandteile von Norton Internet Security 2007 sind jedoch lediglich verbesserte Ausgaben bestehender Funktionen, wobei wiederum die meisten Verbesserungen an Norton Antivirus 2007 vorgenommen wurden. Angesichts des Umstands, dass die Internet-Sicherheitssuiten von McAfee, Norton und Zonealarm alle in etwa gleich viel kosten, enttäuscht Norton dadurch, dass es viele Funktionen nicht aufweist, die in Konkurrenzprodukten zu finden sind.

Während Symantec sich den kompletten Schutz vor Phishing und anderer Crimeware für das kommende Norton Confidential aufspart, bietet Norton Internet Security einen Basisschutz vor Netzbetrug. Mit einer Werkzeugleiste, die dem Internet Explorer hinzugefügt wird, warnt Norton Internet Security den Nutzer vor Websites, die Symantec als verdächtig oder betrügerisch bekannt sind. Man kann die Seiten, vor denen gewarnt wird, auf Wunsch aufsuchen und auch auf weitere Seiten hinweisen. Das Endprodukt soll neben dem Internet Explorer auch Firefox unterstützen.

Im Betatest findet Symantec vier von fünf aktiven Websites mit betrügerischen Inhalt und liegt damit gleichauf mit der kostenfreien Werkzeugleiste, die man von Netcraft herunterladen kann. Es erweist sich als erheblich besser als die eingebauten Suchfilter des neuen Internet Explorer 7 für XP SP2 von Microsoft und von Firefox 2, die sich zum Testzeitpunkt beide noch in der Beta-Phase befinden.

Norton Internet Security 2007
Norton Internet Security 2007 informiert anschaulich und detailliert über gefundene Sicherheitsrisiken.

Anstatt neue Funktionen aufzunehmen, vertieft Norton Internet Security 2007 die bestehende Schutztechnologie aus dem letzten Jahr. So bietet Norton Internet Security 2006 zum Beispiel einen gewissen Schutz vor Rootkits. Norton Internet Security 2007 aber macht die ursprünglich für Unternehmen entwickelte Veritas VxMS-Technologie von Symantec jetzt auch auf privat genutzten PCs verfügbar. Damit kann Norton Internet Security Dateien aus dem Verzeichnis mit Dateien auf der Festplatte vergleichen. So werden verdächtige oder bekannte Malware-Dateien und Rootkits auf dem System schnell erkannt.

Bei Norton Internet Security 2007 kann auch die Tiefe der Virenscans geregelt werden, sodass im Hintergrund entweder ein vollständiger Scan des Systems oder ein so genannter Quick-Scan abläuft, der die Priorität auf Anwendungen wie Microsoft Word legt.

Was den Schutz von Funkverbindungen angeht, erlaubt mit Ausnahme des Produkts von McAfee keine der Internet-Sicherheitssuiten eine Konfiguration von WEP oder WPA auf einfachen Wireless-Routern für den Privatgebrauch. McAfee hat für diesen Zweck mit McAfee Wireless Protection eine eigene Anwendung im Programm. Norton Internet Security 2007 ermöglicht immerhin eine Änderung der Firewall-Absicherung, je nachdem, ob man mit dem Netzwerk daheim, einem Unternehmensnetzwerk oder einem öffentlichen Netzwerk verbunden ist, etwa mit dem eines Internet-Cafés oder eines Flughafens.

Norton Internet Security 2007 fehlen Sicherheitswerkzeuge wie ein Datei-Schredder oder ein Utility für Backups und Wiederherstellung. Beides findet sich in McAfee Internet Security 2007. Was Norton Internet Security 2007 ebenfalls fehlt, ist ein gründlicher Schutz vor Identitätsdiebstahl, etwa ein Passwortsafe – über den sowohl McAfee als auch Zonealarm verfügen.

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