Mit Auflösungen von 240 mal 180 bis 1600 mal 1200 Pixeln, 3fach Digitalzoom, verschiedenen Effekten und Serienbildaufnahme mit bis zu 15 Schnappschüssen am Stück bietet die 2-Megapixel-Kamera des SGH-P900 einiges zum Spielen. Die Geschwindigkeit beim Serienbildmodus ist geradezu atemberaubend. Allerdings kommt die Kamera bei schummrigen Lichtverhältnissen mit dem Scharfstellen nicht unbedingt hinterher. Um dieser Problematik entgegen zu wirken, hat Samsung dem SGH-P900 verschiedene Lichtempfindlichkeiten von 100 über 200 bis 400 ISO spendiert. Der Weißabgleich unterscheidet zwischen 5 Einstellvarianten von wolkig über Tages- und Kunstlicht bis hin zu automatischer Einstellung. Und schließlich wartet ein Selbstauslöser mit 3, 5 oder 10-Sekunden auf Schnappschüsse.

Die Farbqualität ist für eine Handy-Kamera in Ordnung. Hauttöne werden bei Tageslicht nur mit einem Hauch von Grünstich versehen. Wie sich in verschiedenen Situationen gezeigt hat, kommt es entschieden auf den Weißabgleich an. Die Redaktion empfiehlt daher, je nach Örtlichkeit und Beleuchtungssituation die entsprechende Voreinstellung zu wählen und sich nicht auf „Auto“, also den automatischen Abgleich, zu verlassen.

Wirklich eine Herausforderung ist der Sucher. Kameraausrichtung und Darstellung auf dem Display harmonieren dermaßen, dass genaues Zielen auf die Motive zum Geduldsspiel wird. Beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ist es, eine Visitenkarte gerade, also Kartenkante parallel zu Fotokante, abzufotografieren.

Darüber hinaus verfügt das SGH-P900 über einen Videorekorder, der Clips als MPEG-4-Dateien mit Auflösungen von 128 mal 96 bis 352 mal 288 Pixeln speichern kann. Die Qualität reicht für kleine Erinnerungen an lustige Erlebnisse. Allzu hektische Bewegungen verträgt jedoch auch die Videokamera nicht. Ton wird leise und mit leichtem Knacken aufgezeichnet.

Was bei einem echten Multimedia-Handy heute nicht fehlen darf, ist ein MP3-Player. Die Akustik ist nicht schlecht. Die Tonqualität kann in den Höhen und Tiefen noch über den Equalizer angepasst werden. Hierfür stehen Normal, Klassik, Jazz und Rock als Auswahl zur Verfügung. Noch bessere Qualität wird über die mitgelieferten Stereokopfhörer erreicht.

Sehr schön: Während der MP3-Player vor sich hindudelt, kann man nicht nur SMS oder E-Mails schreiben und verschicken, sondern auch Java-Games spielen.

Das Überspielen eines Test-MP3-Stücks von 4625 KByte dauerte via USB-Anschluss 19 Sekunden. Alternativ steht Bluetooth zur Verfügung. WMA und WMV-Dateien akzeptiert der Samsung-Rocker jedoch nicht.

Der Organizer ist umfassend ausgestattet: Kalender, Memofunktion, Aufgabenliste gehören zum Standard-Repertoire und können mit Outlook problemlos synchronisiert werden. Man muss nur die PC-Suite auf den Rechner spielen, das Handy per USB verbinden, den Synchronisieren-Knopf drücken und schon macht das Tool die Arbeit von alleine. Weiterhin gibt es eine Alarmfunktion beziehungsweise einen Wecker, eine Stoppuhr sowie einen Rechner und Währungsrechner. Fein auch die Sprachmemos. Bis zu einer Stunde an Gedanken können mitgeschnitten werden. Die Diktiergerätfunktion sehr diskret beziehungsweise das Mikrofon schwach. Entweder hält man das Handy nah an den Mund oder man redet sehr laut, damit die Aufzeichnung später zu verstehen ist.

Es gibt eine Vielzahl von Messaging-Optionen: Man kann E-Mail von POP- und IMAP4-Konten abrufen und daraus versenden. Insgesamt lassen sich 5 E-Mail-Konten einrichten. Der Picsel-Viewer erlaubt sogar die Originaldarstellung von Office-Dokumenten auf dem Handy. Alles natürlich im Rahmen des kleinen Handy-Displays. Außerdem steht ein WAP-Browser zur Verfügung.

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