Oracle macht schwer in Business Intelligence

Oracles Konkurrenten im Bereich BI sind vor allem Cognos, Hyperion, und Business Objects, die sich gelassen über Oracles Ankündigung äußerten. „Es ist praktisch nichts Neues in der Oracle-Ankündigung – sie haben nur Bestehendes in eine Rucksack gepackt und ein neues Etikett dran geheftet“, sagte Mychelle Mollot, Marketingstrategin beim BI-Spezialanbieter Cognos.

Analysten bewerten den Schritt auch weniger als bahnbrechende Produktankündung, sondern mehr als eine Marketing-Kampfansage. „Oracle hat einen immensen Vertriebsapparat und kann mit Kampfpreisen der Konkurrenz das Fürchten lehren“, meint Henry Morris, Strategie-Analyst bei IDC.

Das scheinen exakt Oracles Pläne zu sein, denn die KMU-Einstiegslösung soll für nur 25.000 Dollar auf den Markt kommen – wenn auch erst im Herbst. Sofort verfügbar sind dagegen das Standardpaket SE für 400 Dollar pro Arbeitsplatz und die Großunternehmenslösung EE für 1500 Dollar pro User. Auch das sind gemessen am Leistungsumfang eindrucksvolle Niedrigpreise.

Mit allen BI-Produkten will Oracle noch in diesem Jahr einen Umsatz von einer Milliarde Dollar generieren. „Wenn man bedenkt, dass Cognos und Business Objects zusammen in diesem Jahr 2,1 Mrd. Dollar umsetzen wollen, so erscheint die Oracle-Zahl als sehr ehrgeiziges Ziel“, sagt Laura Lederman, Analystin bei Blair & Company.

„Wir müssen unsere Vertriebs-Anstrengungen auf diesem Markt konzentrieren und haben deshalb eine eigene Marketinggruppe dafür geschaffen“, sagte Oracles Präsident Charles Phillips anlässlich der Produktankündigung in New York und bestätigte damit die aggressive Vertriebspolitik. Der neue BI-Bereich wird von Thomas Kurian angeführt, der schon mehrere leitende Vertriebsfunktionen im Unternehmen innehatte.

Themenseiten: Business Intelligence, IT-Business, New York Oracle Users Group, Strategien

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