Streit um Linus Torvalds

Torvalds wurde vor kurzem zudem Scheinheiligkeit vorgeworfen. In der Open-Source-Community kam nämlich die Frage auf, ob man gleichzeitig gegen Softwarepatente und für die Durchsetzung von Markenrechten eintreten könne – das sei doch widersprüchlich. Der Finne hat sich zu diesen Vorwürfen in seinem neuen Beitrag in der Mailingliste nicht geäußert, aber der Begründer einer bekannten Anti-Softwarepatent-Site verteidigte Torvalds in dieser Angelegenheit.

Florian Müller erklärte vor einigen Tagen, dass Warenzeichen und Urheberrecht nicht mit Softwarepatenten zu vergleichen seien. Müller leitete eine Kampagne gegen die Softwarepatent-Richtlinie der Europäischen Union und wurde kürzlich in die Liste der einflussreichsten Personen im Bereich geistiges Eigentum aufgenommen. „Im Powerplay um Softwarepatente sind wettbewerbswidrige Kräfte und produktlose Abkassierer die hauptsächlichen Gewinner, aber Urheber- und Markenrechte belohnen im Allgemeinen diejenigen, die wirkliche Produkte herstellen und vermarkten“, sagte Müller in seiner Stellungnahme. „Es ist gesetzlos und unsinnig, das geistige Eigentum im Ganzen anzuzweifeln.“

» Es ist gesetzlos und unsinnig, das geistige Eigentum im Ganzen anzuzweifeln «
Florian Müller

Müller warnte davor, dass „Anti-IP-Radikalismus“ schädlich für die Idee von Open Source sei. Er behauptete, dass einige konservative Politiker mit Bill Gates übereinstimmten und die Einschränkung des geistigen Eigentumsrechts und Kommunismus miteinander gleichsetzten. Daher sei es für die Open-Source-Community wichtig klarzustellen, dass sie nicht gegen den Schutz von geistigem Eigentum eintrete.

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1 Kommentar zu Streit um Linus Torvalds

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  • Am 14. September 2005 um 17:21 von Johann Klaproth

    Falsches Deutsch?
    Torvalds dementierte nun, dass weder er noch irgendwer sonst Kapital aus der Vergabe von Unterlizenzen für die Marke Linux schlage, da die juristischen Kosten höher seien als die Lizenzgebühren.

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