Das Telefonbuch wird Open Source

ZDNet: Dastelefonbuch ist eine Tochter der Telekom. Wie sieht Ihre Unternehmensstruktur aus und wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Kinzl: Wir sind keine direkte Tochter der Telekom, sondern eine Beteiligungsfirma mit in Summe 39 Gesellschaftern, also 38 Partnerfachverlagen und der Deutschen Telekom Medien GmbH . Die Deutsche Telekom Medien GmbH ist wiederum eine hundertprozentige Tochter der Telekom. Unser Job ist es, alle Produkte und Martketingfragen rund um die Marke Dastelefonbuch zu managen. Derzeit arbeiten wir mit fünf festen und drei freien Mitarbeitern, die beispielsweise bei Marktforschungen zum Einsatz kommen. Wenn man sich die Mitarbeiterzahlen in der gesamten Branche – also die Kollegen in allen unseren Beteiligungsgesellschaften, bei DeTeMedien und den entsprechenden Verlagen – ansieht, dann kommt man jedoch auf eine Zahl von etwa 10.000 festen Mitarbeitern. Dazu kommen noch mal 30.000 abhängige Arbeitsplätze, etwa in Druckereien und anderen Dienstleistungsbetrieben.

ZDNet: www.Dastelefonbuch.de soll im kommenden Monat in einer neuen Version live geschaltet werden. Können Sie uns die wesentlichen Neuerungen für die Nutzer darlegen?

Ait-Jillali: Wichtig für uns ist, dass wir dem Kunden nur wirklich relevante Treffer anbieten. Google beispielsweise verfolgt da eine ganz andere Philosophie. Deren Suchroboter grasen riesige Datenmengen ab und liefern unzählige Links, die zumeist für den Suchenden keine Relevanz haben. Das wollen wir nicht.

Was die neue Version betrifft: Neben veränderter Nutzerführung und Farbgebung bieten wir nun auch die Suche in einem Umkreis an. Das kann Ihnen im Gegensatz zum Buch nur die Online-Ausgabe des Telefonbuchs anbieten: Sie geben Ihren Standpunkt oder einen anderen frei wählbaren Ausgangspunkt ein und wir recherchieren Ihnen das Gesuchte in Ihrer definierten Umgebung. Als Beispiel sei eine Apotheke genannt. Es ist Freitagabend und sie benötigen schnell eine. Mit dem Umkreisfinder können Sie sich alle Apotheken beispielsweise im Umkreis von einem Kilometer anzeigen lassen.

Neu ist auch der so genannte ‚Themenbereich‘, darunter fallen Postleitzahlensuche oder Notrufverzeichnisse. Auch neu ist der ‚Bürgerservice‘, mit dem wir Fragen rund um den öffentlichen Sektor beantworten. Beispielsweise wo Ihr zuständiges Amt ist, etwa um einen Reisepass zu verlängern. Dazu müssen Sie nur den Begriff ‚Reisepass‘ und den Ort in die Suchmaske eingeben.

Zusätzlich offerieren wir eine vereinfachte Trefferliste sowie Detailangaben zu jedem Suchtreffer. Auch die Recherchemöglichkeiten unter kommerziellen Angeboten wurden erweitert.

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1 Kommentar zu Das Telefonbuch wird Open Source

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  • Am 21. Mai 2005 um 21:43 von Evelyn Fuchs

    Artikel: Das Telefonbuch wird Open Source
    Aus dem Artikel geht leider nicht hervor ob es zukünftig mit der neuen Online-Version endlich auch weniger Popups geben wird, die eine Suche bzw. die Nutzung des Telefonbuches erheblich erschweren, nach kurzer Zeit den Explorer total ausbremsen (da Popups im Gegensatz zum Aufbau einer Internetsite, irgendwie immer funktionieren. Diese tausende Popups vergällen einem die Onlinesuche (eine schnelle gibt es ja sowieso damit nicht). Aus diesen Gründen wird die Printausgabe auch immer wieder bevorzugt werden, auch langfristig.

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