Internet-Telefonie: Wie die Spielregeln der RegTP aussehen

Für viele Anwender liegt die Sache klar auf der Hand: Mit einem DSL-Anschluss und VoIP samt Festnetznummer kann man auf eine Dienstleistung getrost verzichten: den normalen Telefonanschluss. Tatsächlich ist die Entkoppelung von Telefonie und DSL einer der größten Wünsche von VoIP-Anbietern an die Regulierungsbehörde. Doch auf diesem Gebiet hat sich in letzter Zeit besonders wenig getan.

RegTP-Chef Matthias Kurth machte auf dem VoIP-Forum klar, dass die Kosten für den Telefonanschluss im Falle einer entsprechenden Regulierung nicht komplett entfallen können. So sei die Miete für die weiterhin notwendige Kupferleitung derzeit im Anschlusspreis enthalten. Dieser Betrag müsse dann zum DSL-Anschlusspreis addiert werden.

Die Äußerungen von Kurth zeigen, dass die Entkoppelung derzeit auch für die RegTP ein großes Thema ist. Man werde den Sachverhalt „sehr sorgfältig prüfen“. Ein Sprecher der RegTP bestätigte gegenüber ZDNet, dass das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren derzeit am Laufen sei, machte aber gleichzeitig deutlich, dass dies ein sehr langwieriger Prozess ist und es derzeit völlig unklar ist, wann es zu einer Entscheidung kommt.

Auf den Telefon-Anschluss verzichten können derzeit hauptsächlich Anwender, die über alternative Übertragungswege wie TV-Kabel oder Wimax ins Internet gehen. In Fachkreisen besteht kein Zweifel darüber, dass die Trennung von Telefonie und DSL irgendwann kommen muss und wird, schon alleine um weitere Investitionen in modernere Netze zu fördern, ob es in diesem Jahr noch zu einer Entscheidung kommen wird, ist allerdings mehr als fraglich.

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1 Kommentar zu Internet-Telefonie: Wie die Spielregeln der RegTP aussehen

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  • Am 13. Januar 2005 um 8:54 von Ingo Heinroth

    Miete für die weiterhin notwendige Kupferleitung
    Ich weiß nicht, warum die RegTP so rumeiert! Die Miete für die weiterhin notwendige Kupferleitung müßte eigentlich wegfallen, ist diese doch vorher mit Steuegeldern finanziert worden (DTAG war ja vorher ein Staatsunternehmen) und könnte im Rahmen einer Steuentlastung für den Bürger, diesem wieder zurück gegeben werden. Damit würde sich der Wettbewerb auf die reine Übertragung beziehen und wäre somit keine Gelddruckmaschine mehr für die DTAG. Damit wäre auch das Monopal der DTAG entgültig beseitigt! Da aber der Staat immer noch große Renditen von der DTAG einstreicht, wird wohl diese Gelddruckmaschine nicht so schnell aufgegeben. Man findet immer wieder Argumente, diese Entkopplung zu unterlaufen. Man darf nicht vergessen, die RegTP ist eine von Amtes eingesetzte Behörde und der Spruch " wessen Geld ich bekomme, dessen Lied singe ich auch" stimmt bei desem Verin 100%tig.

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