Substrate und dudelnde Roboter: So entstehen DVD-Rohlinge


Während es bei der Produktion der Rohlinge noch recht ruhig zugeht, wünscht man sich Ohrenschützer in der Halle, in der die Rohlinge verpackt werden. Die trägt erstaunlicherweise keiner der Mitarbeiter.

Mechanik und Fließbänder tragen die Materialien mit scheinbar übertriebener Kraft heran, legen Medien mit aller Macht in ihre Hüllen und wickeln die Folie um das Produkt, als dürften sie nie wieder entweichen. Die laute, kräftige Mechanik sorgt aber dafür, dass bei jeder Teilmontage Reserven bleiben. So gibt es auch kaum Ausfälle, bei denen die wenigen, die Herstellung betreuenden Mitarbeiter eingreifen müssten.

Plastik-Komponenten wie Hüllen und Jewelcases stellt TDK auch gleich vor Ort her. Nur die bedruckten Papiere, Einlagen, Hüllen Kartonagen werden zugeliefert.

Spindeln
In der Fabrik werden fertige Rohlinge auf industriellen 500er-Spindeln mit Metallkern zwischengelagert. (Bild: TDK)

In drei Schichten zu acht Stunden wird hier rund um die Uhr gearbeitet. Das Personal versucht, die Linien nur bei Schichtwechseln zu verändern. Aber zwischen den Schichtwechseln eine Linie umzustellen – etwa von 25er-Spindeln auf 10er-Jewelcase-Kartons – ist möglich. Über jeder Linie zählt eine digitale Anzeige die Einheiten. Im Quartal summieren die sich auf 2.113.444 DVDs.

Die fertigen Produkte, wie sie später im Elektromarkt stehen werden, kommen abschließend in normierte Plastikboxen. In diesen Plastikboxen werden auch während des Zusammensetzungsprozesses benötigte Komponenten wie die Kartons angeliefert. An- und Abtransport dieser Plastikboxen übernehmen Roboter, die die Größe von Gabelstaplern haben. Sie orientieren sich, um den Weg zu finden, an silbernen Streifenbahnen auf dem Boden. Ihre Sensoren sorgen für einen automatischen Stopp, wenn ein Hindernis im Weg steht. Sicherheitshalber spielen sie während der Fahrt die ganze Zeit „Für Elise“. Nach Aussage der Betroffenen gewöhnt man sich an die elektronisch erzeugte Melodie.

Die Roboter holen Kisten zum Transport aus einem wenigstens 15 Meter hohen Lager, in dem auch die Endprodukte gelagert werden. Die Angestellten von TDK betreuen diesen Teil des Prozesses nur – die Arbeit machen Maschinen.

Kontrolle
Maschinen machen die mechanische Arbeit, Menschen überwchen sie nur. (Bild: TDK)

Entlang der Verpackungshalle führen Türen in weitere reizvolle Räume – das „Crusher Room“ voller Plastikscherben, in dem Dummies von Rohlingen vernichtet werden, oder das „Recyling Room“ für Polycarbonate. 80 Prozent des Plastiks, aus dem TDK DVDs herstellt, ist recycelt.

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