Software-Bugs bremsen Luxusschlitten aus

Doch gibt es kein Entkommen. Das BMW-Modell, das die Fernsehserienfigur „Bulle von Tölz“, gespielt von Ottfried Fischer, fährt, ist ein 635 CSI und war nach Erkenntnissen von Sun-Denker Groth das erste Auto mit einer Computer-gesteuerten Zentraleinheit. Der PKW-Typ kam 1976 auf den Markt. Dass seither IT im Auto die Sicherheit nachweislich verbessert hat, dürfte wesentlich zur ihrem Siegeszug beigetragen haben. Obwohl das Verkehrsaufkommen gestiegen ist, sank die Zahl der Unfallopfer. Computer und Sensoren entlasten den Fahrer in Krisensituationen.

Doch die Fehleranfälligkeit müssen die Autohersteller bekämpfen. Daher rief Daimler-Chrysler-Experte Stephan Wolfsrieder gerade eine „Zero-Error!“-Initiative aus. Dazu betragen sollen die durch Tools formalisierten Spezifikationen, ein verlangsamter Rhythmus beim Austausch von Rechnerkomponenten, Verringerung der Funktionalität und besseres Testen: „Es darf nicht sein, dass die Software-Entwicklungswerkzeuge schneller Fortschritte machen als die Software-Validierungs-Tools. Wir haben dem Zusammenspiel der Systeme untereinander zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.“ Er fordert bessere Werkzeuge, die den Anforderungen einer „Null-Fehler!“-Kultur gerecht würden.

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2 Kommentare zu Software-Bugs bremsen Luxusschlitten aus

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  • Am 1. Juli 2004 um 10:25 von grind

    Pannenzahlsteigerung aufgrund von Technik?!
    "Tatsächlich ist in den vergangenen Jahren die Zahl der Pannen, die auf Fehler in der Autoelektronik basierten, um 23 Prozent gestiegen, während andere Störungen nur um drei Prozent zunahmen. "

    Glaube nur einer Statistik, die Du selbst gefälscht hast…

    Mehr Autos -> (noch) mehr Technik -> größere Wahrscheinlichkeit auf Pannen.

    Aber sind es denn nur die neuen und hochtechnisierten Modelle, die an Deutschlands Straßenrändern stehen?!
    Nein! Meine Beobachtung bzw. Hinterkopfstatistik ;) besagt, daß es vornehmlich 3er BMWs (vor allem zwischen den Baujahren ca. 1996 bis 2000) sind, die liegenbleiben. Vielleicht weil der weite Weg bis hier in den Norden dem Wagen schadet?! Dabei wäre die Statistik doch um Bremen eher Mercedes-lastig erwartet worden, oder nicht?! ;)

  • Am 22. Dezember 2004 um 8:01 von Thomas

    Elektronik im auto- Eine Sackgasse?
    Sicherlich hat ein Teil der Computerisierung im Auto viele Leben gerettet. Allerdings bewegt sich das Automobil heute immmer mehr vom Kunden weg. Das Handbuch eines 7ers hat die Größe des Berliner telefonbuches, bei der A-Klasse muss das Auto zum Glühbirnenwechsel in die Werkstatt und beim neuen CMAX sogar um die Uhr zu stellen. Da kann das Gefühl aufkommen, das dort einige Leute ohne Führerschein oder Kontakt zum Tageslicht designen, bzw. programmieren. Das schlimmste Beispiel ist SBC bei Daimler. Keiner braucht es wirklich. Leider hats DC erst spät bemerkt. Mehr testen und weniger basteln heist die Devise. Die Bedienung eines Autos muss markenübergreifend gleich bleiben. Wer schon mal im linksfahrenden Teil der Welt war, weiss was es heisst mit dem scheibenwischer zu "blinken".

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