MySQL-CEO: „Wir bieten Billigflüge, Oracle den Luxusjet“

ZDNet: Kennen Sie eigentlich SCO-Manager, Linus Torvalds oder auch Personen von Novell, das den Nürnberger Linux-Distributor Suse übernommen hat?

Mickos: Als SCO noch Caldera hieß, hatte ich dort einige Bekannte. Doch die sind nicht mehr dabei. Bei Novell kenne ich einige, denn mit dem Unternehmen pflegen wir eine Partnerschaft. Linus sehe ich ab und zu.

ZDNet: Haben Sie kürzlich über die Querelen um Linux mit Torvalds gesprochen?

Mickos: Nun er war so um die Weihnachtszeit bei mir zuhause. Da standen eher private Themen im Vordergrund, die Kinder und die Schule der Kinder…, aber SCO haben wir… erwähnt.

ZDNet: Was halten Sie von der Suse-Akquisition durch Novell?

Mickos: Gute Sache. Suse ist eine großartige Linux-Firma, die aber nicht so viel Umsatz gemacht hat, wie sie es verdient hätte. Novell verfügt über fantastische Vertriebskanäle, so dass dem Suse-Linux nun die Welt offen steht.

ZDNet: Novell ist zudem auch im Netz- und System-Management beheimatet. Und der Linux-Marktführer Red-Hat hat Sistina Software gekauft, eine Firma, die Speicher-Software herstellt, die nun als Open Source verfügbar gemacht werden soll. Die Linux-Plattform weitet sich aus ins Netz-System und Speicher-Mangement.

Mickos: Auch Novell hat zugekauft: die Ximian-Software Red Carpet im August des vergangenen Jahres. Es handelt sich um Verwaltungswerkzeuge für Server in Linux-Netzen.

Somit darf man die Schlussfolgerung ruhig ziehen, dass sich hier ein Trend abzeichnet und diese IT-Management-Bereiche ein Commodity-Markt sind. Das soll aber nicht heißen: Das Ende des reinen Linux sei gekommen. Das Betriebssystem wird sich sicher noch zehn bis 15 Jahre auch als reiner Kernel verbreiten.

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