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Spezialgerät oder Spielzeug: JVC MP-XP731

Als Zielgruppe für seine Mini-Notebooks stellt sich JVC gerne Vertreter, Vielflieger und rasende Reporter vor. So sei das JVC-Design das einzige Notebook, das man auch hinter dem Lenkrad eines (stehenden) Autos einwandfrei bedienen könne. Die beigepackte Software, nämlich das Videoschnittprogramm Pinnacle Studio SE, Image Mixer und ein MPEG2-Decoder, spricht eine andere Sprache.

Design

Im kleinstmöglichen Zustand, ohne den Standard-Akku, wiegt das XP731 gute 900 Gramm. Obwohl ein kleiner Notfall-Akku bereits im Gerät integriert ist, sollte man den Standard-Akku aber montieren und kommt dann auf ein etwas größeres Format als DIN A5, 22,5 mal 17,8 mal 2,9 Zentimeter und 1,1 Kilogramm (mit Netzteil 1,4 Kilogramm). In dieses Format hat JVC wie schon bei den Vorgängern ein komplettes Notebook gepresst – diesmal allerdings dank Centrino-Plattform mit noch weniger Abstrichen.

Als Anschlüsse sind zwei USBs und ein kleiner Firewire-Anschluss vorhanden, dazu VGA (über Adapter), Mikro, Kopfhörer, Netzwerk, Modem und ein PC-Card-Slot. Wireless-LAN ist ebenfalls an Bord und kann per Schalter aktiviert und deaktiviert werden. Das Display ist zwar 8,9 Zoll klein, löst aber mit 1024 Pixeln in der Breite auf und bietet 600 Pixel Höhe. Das Format geht also als Widescreen durch, aber ein DVD-Player oder anderes optisches Laufwerk passt denn doch noch nicht in ein so kleines Gehäuse.

Vergleichsweise wenig Platz bleibt natürlich auch für die Tastatur, die etwa halbe Breite einer Standard-Tastatur besitzt. Immerhin kann man richtig mit mehreren Fingern tippen – und nicht wie bei manchen PDAs mit Tastatur nur mit dem Daumen. Vor allem die Enter-Taste ist arg klein (weniger als zwei Buchstaben-Tasten), und Umlaute sowie Funktionstasten sind kleiner als die Standard-QWERTZ-Tasten. Für die Steuerung des Mauszeigers hat JVC einen Trackstick zwischen die Buchstaben G, H und B eingepasst, den drei Maustasten am unteren Ende des Gehäuses ergänzen. Insgesamt ist das Notebook zwar längst nicht so komfortabel zu bedienen wie eines mit 14- oder 15-Zoll-Bildschirm, aber JVCs Kompromiss ist akzeptabel, und man kann durchaus noch vernünftig tippen – wenngleich vorsichtiger als sonst.

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ZDNet.de Redaktion

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