Perfekt präsentiert: Fünf portable Projektoren im Test

Es gibt zwei grundlegende Projektortechnologien: die LCD (Liquid Crystal Display)- und die DLP-(Digital Light Processing)-Technologie. (Manche der höherwertigen Heimkino-Projektoren setzen eine dritte, unter dem Namen LCOS – Liquid Crystal on Silicon – bekannte Technologie ein.) LCD-Projektoren haben drei Glasplatten – rot, grün und blau – mit jeweils Tausenden von Pixeln, die zum Erstellen eines Farbbildes geöffnet oder geschlossen werden können. DLP verwendet dagegen ein Farbrad und eine Reihe winziger Spiegel, von denen jeder einem einzelnen Pixel entspricht. Diese neigen sich jeweils nach vorn oder hinten und steuern so die auf das Objektiv fallende Lichtmenge.

Für diese Übersicht wurden sowohl LCD- als auch DLP-Modelle getestet; beide haben ihre Vor- und Nachteile. Die zwei geprüften DLP-Modelle – der BenQ SL705S und der Dell 2100MP – waren mit jeweils weniger als 2 kg die kleinsten und leichtesten Geräte. Im Vergleich dazu brachten ihre LCD-Gegenstücke, der Boxlight SP-45m, der Toshiba TLP-S30 und der ViewSonic PJ-501, zwischen 2,2 und 2,7 kg auf die Waage. Auch in puncto Bildqualität ist die DLP-Technologie überlegen: Sie liefert einen höheren Kontrast mit besseren Schwarzwerten und leidet nicht unter der Pixelierung (als Screen-Door-Effekt bekannt), die insbesondere LCD-Projektoren mit einer niedrigen Auflösung heimsucht. Aber auch LCD-Projektoren haben ihre Vorzüge: Sie sind Watt für Watt heller und produzieren schärfere, besser gesättigte Bilder.

Von Größe und Gewicht abgesehen, eignen sich LCD-Projektoren dank ihrer Eigenschaften besser für Geschäftspräsentationen, während DLP-Projektoren immer mehr Heimkino-Enthusiasten für sich gewinnen, da diese zu einem Preis, der Zoll für Zoll die noch immer teuren Plasma- und LCD-TV-Geräte problemlos aus dem Rennen schlägt, ein störungsfreies und kontrastreiches Bild bieten können. So heißt es zumindest theoretisch. Leider kann man sich nicht allein auf der Basis von Herstellerangaben für einen Projektor entscheiden. Beide Technologien unterliegen ständigen Verbesserungen, wodurch viele der Leistungsunterschiede zwischen DLP- und LCD-Projektoren immer geringfügiger werden. Darüber hinaus sind viele der Herstellerangaben in puncto Helligkeit, Kontrast und anderen Eigenschaften alles andere als zuverlässig. Und genau das ist der Grund, weshalb die Geräte hier auf den Prüfstand kommen.

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1 Kommentar zu Perfekt präsentiert: Fünf portable Projektoren im Test

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  • Am 13. Oktober 2003 um 12:01 von HugoM

    iiyama lpx100 vergessen
    Dieser Projektor bietet sogar 1024*768 Auflösung und ist auch um weniger als 1000 Euro erhältlich.
    Bin jedenfalls sehr zufrieden damit.

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