E-Commerce: Schlüsseltechnologien setzen sich durch – auch im Internet

In den Anfangstagen des Internet-Handels herrschte allgemein die Ansicht, dass E-Commerce nur mit bestimmten Artikeln wie Computern oder Büchern funktionieren könne – also mit Angeboten, die vor dem Kauf nicht persönlich geprüft werden müssen. Denn wer würde einen Pullover oder ein Sofa kaufen, nachdem er dazu nur ein kleines verschwommenes Foto gesehen hat?

Heute ermöglichen neue Zoom-Technologien online eine genaue Betrachtung der Artikel, so dass die Kunden die kleinsten Details einer Bluse ansehen oder einen virtuellen Rundgang in einem zum Verkauf stehenden Haus machen können.

Der Branchenführer iPix ermöglicht es Fotografen, 360-Grad-Bilder aus zwei gewöhnlichen Fotografien zu erstellen. Dieses Produkt fand vor allem in der Online-Darstellung von Immobilien großen Anklang.

Die Zoom-Technologie war auch für den E-Commerce-Bereich entscheidend. Mit der Technologie von RichFX können Unternehmen bis zu vier Detailansichten eines Produkts aus einer einzelnen Aufnahme erstellen.

Eine bedeutende Veränderung in diesem Bereich ergab sich aus der steigenden Popularität der Flash-Software von Macromedia, mit der Entwickler Animationen erstellen und anzeigen können, die eine relativ geringe Dateigröße aufweisen.

„Die Kompressionsverfahren werden ständig verbessert, wobei Flash hier an der Spitze liegt. Diese Software ist auf ca. 99 Prozent aller Browser vorinstalliert, so dass die Kunden nicht erst ein proprietäres Plug-In herunterladen müssen“, sagte Ken Cassar, Analyst bei Jupiter Research. „Natürlich haben die Aufnahmen nicht die Qualität der Bilder in einem Katalog, dennoch ist diese Darstellungsart sehr hilfreich.“

Das One-Click-Verfahren
Ursprünglich stand hinter dem Online-Shopping ein bestechendes Konzept: Der Kunde sieht ein Angebot, das er kaufen möchte, er klickt darauf, und es gehört ihm. Leider sah die Wirklichkeit eher so aus: Der Kunde klickt auf ein Angebot, das er kaufen möchte, er klickt und klickt und klickt, tippt Unmengen von Informationen ein, klickt wieder, tippt wieder, und klickt noch einige Mal…

Das änderte sich mit Einführung des One-Click-Verfahrens von Amazon im September 1997. „One-Click war eine geniale Idee“, so Kate Delhagen von Forrester. „Sie gab dem Internet enormen Auftrieb.“

Die One-Click-Technologie ist überraschend einfach. Im Grunde erklären sich die Kunden einverstanden, beim Kaufvorgang eine Reihe von Überprüfungs- und Bestätigungsschritten auszulassen. Sie richten für sich einen One-Click-Account mit der Anschrift für die Auslieferung der Produkte und einer Kreditkartennummer für deren Bezahlung ein. In neueren Versionen können die Kunden über Drop-Down-Menüs auf den Produktseiten aus mehreren eingerichteten Adressen und Kreditkarten auswählen.

Dieses Konzept stieß zunächst auf Widerstand. 1997 waren die Verbraucher gegenüber Online-Shopping äußerst vorsichtig eingestellt, weshalb die Vorstellung, Daten online zu speichern und ohne mehrfache Überprüfung einer Bestellung etwas zu kaufen, viele Kunden zögern ließ. In ersten Tests glaubten die Kunden fälschlicherweise, nicht wirklich einen Kauf abgeschlossen zu haben.

Seitdem ist viel passiert, und Amazon hat diese Technologie an andere Unternehmen lizenziert, und Partner wie Target haben die Technologie für noch mehr Shopper verfügbar gemacht.

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