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Häufige Ursachen für langsame Netzwerke

Hardware-Tools zur Problembehebung
Mit speziellen Geräten können Störungen im Netzwerk lokalisiert und behoben werden. Ein hierfür häufig eingesetztes Werkzeug ist der Kabeltester, der den Durchgang zwischen den Kabelpaaren des Twisted-Pair-Kabels überprüft. An jedem Ende des Tester befinden sich vier Leuchtanzeigen. Ein Ende wird über ein bekanntermaßen einwandfreies Kabel in das Panel gesteckt, das andere in das Anschlusskabel des Rechners. Leuchten alle vier Anzeigen, ist das Kabel in Ordnung. Andernfalls ist eine Ader des Kabels beschädigt.

Empfehlenswert ist der Netzwerkkabel-Tester MICROSCANNER Pro von Microtest. Mit Hilfe des MICROSCANNER Pro können Netzwerkkabel auf Durchgang sowie auf kurzgeschlossene und gekreuzte Kabelpaare geprüft werden, und es kann die Kabellänge mit dem integrierten TDR (Time-Delay Reflectometer) bestimmt werden. Das TDR lokalisiert außerdem, wo das Kabel beschädigt ist. So kann die Kabelreparatur beschleunigt werden.

Für die Lösung grundlegender Schwierigkeiten mit der Verkabelung von Netzwerken ist der MICROSCANNER Pro unersetzlich. Für komplexere Probleme ist jedoch eine spezielle Ausstattung erforderlich. Der PentaScanner von Microtest kann die folgenden Kabelstatistiken messen:

  • Nahnebensprechen (NEXT): Im Falle eines NEXT werden die elektrischen Signale eines Kabels auf ein anderes „gestreut“. Hierfür sind größtenteils sich kreuzende oder gebrochene Kabel verantwortlich. Dieses Problem tritt überwiegend an den Kabelenden auf, die mit den Anschlüssen verbunden sind.
  • Dämpfung (auch Verlust genannt): Bei der Dämpfung wird die Signalstärke im Netzwerkkabel aufgrund langer Kabelstrecken vermindert. (Ein Ethernetkabel sollte nicht länger als 90 Meter sein.)
  • Rückflussdämpfung: Hierbei wird die „Verfälschung“ im Netzwerkkabel gemessen. Bei älteren Kabelanlagen wurde die Rückflussdämpfung oft außer Acht gelassen. Da Ethernet-Netze aber inzwischen mit Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich arbeiten, spielt die Rückflussdämpfung eine wichtige Rolle. Fehlerhafte Anschlüsse oder nicht normgerechte Panels können Rückflussdämpfungen hervorrufen.
  • Power Sum NEXT: Ähnlich dem NEXT, hierbei werden jedoch die Auswirkungen des Nebensprechens von drei Kabelpaaren auf ein viertes gemessen.

Die zulässigen Abweichungen für diese Parameter sind vom Typ der verwendeten Netzwerkkabel abhängig. Nähere Informationen zu Kabel-Spezifikationen liefert das White Paper über „De-Mystifying Category 5, 5e, 6, and 7 Performance Specifications.“ der Firma The Siemon.

Fazit
Bei langsamer arbeitenden Netzwerken sollte überprüft werden, ob die Verzögerungen nicht nur temporär durch Überlastung oder andere Beeinträchtigungen bedingt sind. Liegt das Problem über einen längeren Zeitraum vor, sollten zunächst grundlegende Ursachen, wie in diesem Artikel geschildert, überprüft werden. Anschließend kann mit den hier genannten Hilfsmitteln das Problem lokalisiert werden.

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ZDNet.de Redaktion

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