Elsa steht vor der Insolvenz

"Bestand des Unternehmens nicht gesichert" / 38 Millionen Euro fehlen / Aktie bricht massiv ein

Die andauernde Flaute scheint ein weiteres Opfer zu fordern: Der Hersteller von Grafik- und ISDN/DSL-Karten Elsa (Börse Frankfurt: ELS) steht nach eigenen Angaben kurz vor einem Insolvenzantrag. Wie das Unternehmen gestern Nachmittag in einer Pflichtmitteilung bekannt gab, haben sieben von acht Banken eingeräumte Kreditlinien zum 15. Februar gekündigt. Das verloren gegangene Kreditvolumen beläuft sich auf rund 28 Millionen Euro.

Eine weitere kreditgebende Bank habe außerdem mitgeteilt, dass eine Kredit in Höhe von zehn Millionen Euro, der Ende März ausläuft, nicht verlängert wird. Elsa wörtlich: „Der Bestand des Unternehmens ist damit nicht gesichert.“

Verhandlungen mit den Banken über eine Ablösung der Kredite durch einen Drittinvestor seien trotz intensiver Vermittlungsbemühungen auch des Poolführers gescheitert. Mittel für die Begleichung der offenen Kredite stünden derzeit nicht zur Verfügung.

Mitarbeiter und Aktionäre traf die Meldung völlig unerwartet: Das Papier des Unternehmen wurde gestern kurzzeitig vom Handel ausgesetzt und verlor dann über 54 Prozent auf nur noch 81 Cent. Zu Beginn des Jahres waren für die Elsa-Aktie noch über zwei Euro zu zahlen, vor einem Jahr über zehn Euro. Noch ist unklar, ob Elsa auf der CeBIT auftreten wird.

Kontakt:
Elsa, Tel.: 01805/357209 (günstigsten Tarif anzeigen)

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