HPs Palette der OmniBook xt6050 Notebooks wurde geschaffen, um eine Marktlücke zwischen der unternehmensorientierten (und relativ teuren) OmniBook 6×00 Reihe und den neuen, technologielastigen Pavilion-Systemen des Unternehmens zu schließen. Das Ergebnis ist ein abgespecktes aber immer noch sehr funktionelles System, das Unternehmenskunden auf der Suche nach Kostenersparnissen, sowie kleine und mittlere Unternehmen ansprechen dürfte, die eine zuverlässige, mobile Computerplattform suchen.

HP OmniBook xt6050

Unser Testmodell basierte auf Intels 0,13 Mikron Mobile Pentium III Processor M (MPIII-M) mit 933 MHz, 512 KB Level-2-Cache und der Stromspartechnologie Enhanced SpeedStep. Als Chipsatz kommt Intels 830MG zum Einsatz, das wertorientierte Mitglied der 830er Familie, mit integriertem Grafikchip, der bis zu 48 MB des 256 MB großen PC133 SDRAM Arbeitsspeichers des Systems für sich in Beschlag nimmt. Die xt6050-Produktpalette beinhaltet neben Modellen mit MPIII-M-Prozessoren auch Modelle mit Mobile Celeron.

Das OmniBook xt6050 ist vom Aussehen und vom Gefühl her solide aber unspektakulär: das schiefergraue Gehäuse misst 31,5 x 26,1 x 3,6 cm, wiegt 2,69 kg (ohne AC-Adapter) und bietet einen 14,1 Zoll großen Bildschirm mit XGA-Auflösung. Es handelt sich um ein Notebook im sogenannten Two-Spindle Design, mit einem 8x-DVD-ROM-Laufwerk, das in dem einzigen modularen Laufwerksschacht an der Vorderseite untergebracht ist, und einer internen Toshiba-Festplatte mit 20 GB und 4.200 U/min. Der modulare Laufwerksschacht kann eine ganze Reihe von Alternativgeräten aufnehmen (die alle mit anderen OmniBooks ausgetauscht werden können), darunter CD-ROM, CD-RW, DVD/CD-RW, Zip und Diskettenlaufwerk. Ein zweiter Akku passt zwar nicht in diesen Laufwerksschacht, aber glücklicherweise ist die Lebensdauer des mitgelieferten Lithium-Ionen-Akkus so gut, dass nur wenige Anwender diese Fähigkeit vermissen werden.

Vom Design her ist das OmniBook xt6050 gut durchdacht. Die mit 88 Tasten ausgerüstete Tastatur ist komfortabel, reagiert gut und hat ein vernünftiges Layout – obwohl die mit Icons kenntlich gemachten Bild-auf- und Bild-ab-Tasten uns zunächst verwirrt haben. Im Gegensatz zu höherwertigen OmniBooks verfügt das xt6050 nicht über zwei Zeigegeräte – für die Navigation ist damit allein das vier-Tasten-Touchpad zuständig. Neben den üblichen Maus- und Scrolltasten verfügt das Touchpad an der Oberseite über eine zusätzliche Taste, mit der man es abschalten kann, so dass man den Cursor nicht gleich aus den Augen verliert, wenn man mal versehentlich über das Touchpad streift.

Die Ausstattung des xt6050 mit Ein- und Ausgängen und Erweiterungsoptionen deckt alle Grundbedürfnisse ab, bietet aber keinerlei Luxus – man hat einen seriellen, einen parallelen, einen VGA, Infrarot und PS/2-Anschluss, sowie zwei USB-Anschlüsse und einen Docking-Anschluss. Auf der linken Seite bietet das Gerät zwei übereinander angebrachte Type II PC Card Slots und einen RJ-11- sowie einen RJ-45-Port für das interne 56-K-Modem bzw. den 10/100-Mbit/s-Anschluss. Dank eines Actiontec MiniPCI 802.11b-Adapters ist auch für den Anschluss an drahtlose Netzwerke gesorgt – auf der linken Seite ist ein Knopf angebracht, um diese Option auszuschalten, wenn sie nicht benötigt wird, um Akkustrom zu sparen.

Auf der rechten Seite des Geräts befinden sich die Audio-Anschlüsse und -Kontrollen – ein Mikrofoneingang und ein Kopfhörer-/Lautsprecherausgang, sowie ein hardwarebasierter Lautstärkeregler und ein Knopf zum Stummschalten. Verglichen mit teureren Notebooks fehlen hier vor allem Anschlüsse für IEEE 1394 und ein Videoausgang, womit Videobearbeitung auf diesem System so gut wie ausgeschlossen ist.

Die Leistungen des auf einem 933 MHz MPIII-M basierenden xt6050 sind eher solide als spektakulär, allerdings gelingt es ihm, mit der Akkulebensdauer zu beeindrucken. Seine erreichte Business Winstone 2001 Punktzahl von 34,5 ist sehr respektabel und bedeutet, dass Standard-Officeanwendungen auf diesem System mit vernünftiger Geschwindigkeit laufen werden. Bei High-End-Anwendungen sieht es da sehr viel mittelmäßiger aus: das xt6050 erreichte bei Content Creation Winstone 2002 eine Punktzahl von 18,3 (die Spitzenreiter erreichen heute 30). Der achtzellige Lithium-Ionen-Akku mit 3.400 mAh liefert Strom für beeindruckende 3 Stunden und 28 Minuten – und das mit dem Prozessor im Modus „Maximum Performance“ und mit ausgeschaltetem Power-Management.

Uns gefiel HPs OmniBook xt6050 sehr gut und wir glauben, dass es seiner Zielgruppe, kostenbewussten Unternehmern und kleinen bis mittleren Unternehmen, genauso gehen wird. Es ist zwar kein bisschen nicht „sexy“, aber darum geht es ja auch gar nicht: es bietet eine gute Mischung aus Ausstattungsmerkmalen (einschließlich eingebauter Unterstützung für drahtlose Netzwerke) und Leistung zu einem vernünftigen Preis.

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