Online-Abwicklung von Kreditkarten und was dahinter steckt

Die meisten Gateways stellen ein separates API für jeden Online-Transaktionstyp zur Verfügung. Andere stellen ein Web-basierendes Interface zur Ausführung der gleichen Transaktionen bereit. Dieser Artikel nimmt die häufigste der Transaktionen, den Kauf, unter die Lupe.

Nachstehend ein Beispiel, das sich der in Abb. A gezeigten grafischen Darstellung des Workflows bei der Kreditkartenabwicklung bedient und eine einfache Kauftransaktion beschreibt.

Der Workflow bei der Kreditkartenabwicklung
Der Workflow bei der Kreditkartenabwicklung: Klick für Großansicht

Für dieses Beispiel wird davon ausgegangen, dass es einen Katalog oder einen ähnlichen Mechanismus gibt, mit dem die Endanwender ihre Einkäufe auswählen können.

Eine Online-Kreditkartentransaktion durchläuft mehrere spezifische Schritte. Jede Transaktion muss diese Schritte durchlaufen, um als Kauf zu gelten.

In diesem Kasten sind einige andere Gateways und deren Dienste aufgeführt.

Beschreibung der Kauftransaktion
Jeder der nachstehenden Schritte entspricht einer der nummerierten Boxen in der grafischen Darstellung des Workflows.

  1. Sämtliche Transaktionen beginnen mit einem Kunden. In diesem Fall (Box 1) ist der Kunde online und schaut sich typischerweise ein HTML-Formular an. Dieses Formular erfasst die Kreditkarteninformationen des Kunden und schickt diese zur Verarbeitung an den Server. Der Anwender füllt das Formular aus und klickt dann auf „Absenden“.
  2. Der Server erhält die seitens des Anwenders über das Formular eingereichten Informationen. Anschließend schickt der Server die Informationen an den serverresidenten Code zur Verarbeitung.
  3. Der Verarbeitungscode erhält die Informationen vom Webserver und validiert die durch den Anwender eingegebenen Daten. Sind die Daten gültig, wandelt der Code die Daten in ein Format um, das der Gateway versteht. Danach sendet der Code die formatierten Daten an den Gateway. Im Grunde erkundigt sich der Code beim Gateway, ob die Kreditkarte gültig ist und ob die Transaktion ausgeführt werden kann.
  4. Der Gateway erhält die formatierten Daten vom Host-RAD-Code, validiert die Karte und überprüft, ob der für die Transaktion erforderliche Betrag auf dem Kundenkonto zur Verfügung steht. Ist die Karte in Ordnung und stehen die Mittel zur Verfügung, sendet der Gateway die Genehmigung an den Code zurück (Box 3). Ist die Karte ungültig oder sind die Mittel nicht vorhanden, erhält der Code vom Gateway eine Ablehnung. Diese Dienstleistung wird dem Händler von dem Gateway in Rechnung gestellt – manchmal in Form einer transaktionsgebundenen Gebühr, in anderen Fällen ist diese Gebühr in den Monatsgebühren enthalten. (Der berechnete Betrag hängt von verschiedenen Variablen ab, die vom Gateway bei der Errichtung des Händlerkontos beim Gateway festgelegt werden.)
  5. Die Transaktionen werden nach ihrer Ankunft am Gateway in Stapeln an das entsprechende Clearinghaus weitergeleitet. In Box 5 sind einige der größeren Clearinghäuser zu sehen. Der Kreditkartentyp und die ausgebende Bank bestimmen, welches Clearinghaus verwendet wird. Da die Clearinghäuser von allen Gateways Transaktionen erhalten, verarbeiten sie die Transaktionen aller beteiligten Banken in Stapeln und führen den Geldtransfer zwischen den Banken aus. Für diese Dienstleistung behält das Clearinghaus zwei bis fünf Prozent der Gesamtsumme ein.
  6. Bei der Stapelverarbeitung der erhaltenen Transaktionen führen die Clearinghäuser den Geldtransfer von der Bank des Kunden (6.1) zur Bank des Händlers (6.2) aus.
  7. Die Bank des Händlers erhält die Transaktionen vom Clearinghaus und überweist dann den entsprechenden Betrag für die (in Box 1 begonnene) Kundentransaktion auf das Internethändlerkonto des Händlers (7). Für die Bereitstellung des Händlerkontos erhebt die Bank verschiedene Gebühren. Unterschiedliche Banken haben sehr unterschiedliche Gebührenstrukturen; Informationen über die Kosten des Händlerkontos sind direkt bei der Bank zu beziehen.

Einige Gateways
Nachstehend eine (wenn auch nicht vollständige) Liste von Gateways:

Erst reflektieren, dann codieren
Vor der Implementierung der Online-Abwicklung sollte sicher gestellt werden, dass die einzelnen Vorgänge und ihre Zusammenhänge verstanden und alle Voraussetzungen wie die Einrichtung eines Händlerkontos und die SSL-Fähigkeit erfüllt sind.

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