Microsoft: Koexistenz mit UNIX

Seit der Veröffentlichung von Windows NT verfügte Microsoft über eine beschränkte Anzahl von Tools, die dem Betriebssystem die Koexistenz in einer UNIX-Umgebung ermöglichten. Bei früheren Versionen (3.x) war es Microsoft genug, NT-Servern und -Clients die Verwendung von UNIX-Ressourcen, wie LPR für Drucker, zu erlauben. Mit der Version 4.0 veröffentlichte Microsoft dann ein Produkt mit dem Namen „Services for UNIX“, mit dem NT durch die Emulation wichtiger UNIX-Protokolle (z.B. NFS) UNIX-Server ersetzen konnte. Aber im letzten Jahr veröffentlichte Microsoft für Windows 2000 und NT 4.0 die Version 2 der Services for UNIX, und damit einher ging eine dramatische Veränderung in Microsofts Einstellung gegenüber UNIX im Unternehmen.

Die neue Version stellt Tools zur Verfügung, durch die Netzwerke, die die Verwendung beider Betriebssysteme benötigen, zur Koexistenz ermutigt werden. Darunter befinden sich die nachstehenden Tools:

  • Ein Gateway für NFS, das Windows-Clients durch Ausnutzen des vertrauten Desktop-Networking-Interface die Verbindung zu UNIX NFS-Daten ermöglicht (ohne die Installation von client-seitiger Software).
  • Zwei-Wege Passwortsynchronisation, wodurch es für Anwender einfacher ist, für Windows und UNIX dasselbe Passwort zu verwenden.
  • Ein User-Name Mapping Server, der User-Namen unter Windows und unter UNIX assoziiert und es Anwendern ermöglicht, auf NFS-Ressourcen zuzugreifen, ohne sich separat auf UNIX-Systemen einloggen zu müssen.

Das ist nur eine Auswahl der neuen Features, die dazu beitragen, dass Windows 2000 ein Produkt ist, das UNIX-Unternehmen gegenüber sehr viel freundlicher ist. Dies sind genau die Features, die man im Angebot eines modernen Serverherstellers erwarten würde, um „gut mit UNIX zusammenzuarbeiten“. Die Features basieren auf veröffentlichten Standards und könnten implementiert werden, ohne die Arbeitsweise des zugrunde liegenden Servers zu verändern.

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ZDNet.de Redaktion

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