Drei aktuelle Athlon-Boards mit Nforce2-Chipsatz im Test

MSI bietet mit dem K7N2G-ILSR (MS-6570) ein Athlon-Board, das mit sechs USB2 und zwei Firewire-Ports über zahlreiche Schnittstellen verfügt. Zusätzlich hat MSI noch einen Raid-Controller von Promise (PDC20376) integriert, der ein Raid entweder mit zwei Serial-ATA oder einer Serial-ATA und einer herkömmlichen UDMA-Festplatte erlaubt. Die Soundausstattung besteht aus einem 6-Kanal-AC97-Chip von Realtek, der zusammen mit der integrierten Nvidia-Soundlogik Dolby Digital AC3 zur Verfügung stellt.
Die meisten Schnittstellen sind allerdings nur über ein Slotblech zugänglich. Somit dürften in einem herkömmlichen Gehäuse nicht alle fünf PCI-Slots für Erweiterungskarten zur Verfügung stehen.

Für eine bessere Stromversorgung der CPU bietet das K7N2G-ILSR einen von Pentium 4-Platinen her bekannte ATX12V-Anschluss. Als Besonderheit bietet das MSI-Board zusätzlich eine im Chipsatz integrierte VGA-Schnittstelle (Geforce4 MX) mit TV-Out-Funktionlität. Für Overclocker bietet das Board Justiermöglichkeiten sämtlicher wichtiger Parameter. Allerdings ist das K7N2G-ILSR dabei nicht so flexibel wie die Konkurrenz. Der maximale CPU-Multiplikator beträgt 13x, und die einstellbaren Spannungen für AGP, CPU und Speicher sind nicht so hoch wie beim Abit- und Epox-Board.

Ergonomie/Usability

Das MSI-Board bietet alle für Overclocker wichtigen Features im Bios an. Auf ein Thermal-Managment wie etwa beim Asus oder noch besser bei Fujitsu-Siemens-Boards hat MSI allerdings verzichtet. Über die mitgelieferte Software Cooler XP ist es zwar prinzipiell möglich, die Temperatur der CPU durch Aktivierung des HLT-Befehls zu senken. Allerdings funktioniert dies noch nicht beim K7NG2. Erst eine neue Version der Software soll für diese Funktionalität sorgen.

Leistung

Das MSI K7NG2-ILSR erzielt bei den Benchmarks die für Nforce2-Platinen üblichen Performancewerte.

Fazit

Für knapp 190 Euro erhält der Anwender ein sehr gut ausgestattes Board, das auch den Anschluss von Serial-ATA-Festplatten erlaubt. Aufgrund der integrierten VGA-Schnittstelle ist das K7N2G-ILSR für Office-PCs und Einsteiger-Rechner sehr gut geeignet.

Bios-Download MSI K7N2G-ILSR.

Pro Contra
Serial-ATA, Raid, Firewire kein Thermal-Management
gute Tuning-Möglichkeiten Northbridge mit Lüfter
sechs USB2-Schnittstellen kein Silent-Mode für Festplatten

Bilder: MSI K7N2G-ILSR

MSI K7N2G-ILSR
Auch MSI setzt bei der Onboard-Stromversorgung auf einen ATX12V-Anschluss (Foto: ZDNet)

MSI K7N2G-ILSR
Fit für die Zukunft: Auch für den zukünftigen Festplattenstandard Serial ATA ist das MSI K7N2G-ILSR Deluxe dank zweier Serial-ATA-Schnittstellen geeignet. Raid-0 ist ebenfalls möglich. (Foto: ZDNet)

MSI K7N2G-ILSR
Das MSI K7N2G bietet zahlreiche Schnittstellen, die über ein entsprechendes Slotblech zugänglich sind. (Foto: ZDNet)

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