CBS INTERACTIVE BUSINESS SITES: ZDNET.DE | SILICON.DE
BEI SILICON.DE: Der Wochenrückblick in Bildern
ANZEIGE
 

Windows Server 2008: Echte Innovation oder Kosmetik?

Johann Baumeister
|
19. Februar 2008
Microsoft präsentiert die neue Version seines Flagschiffs Windows Server 2008 und feiert ab heute drei Tage lang den Launch. ZDNet beleuchtet die neuen Features und untersucht, ob sich ein früher Umstieg lohnt.

Seit wenigen Tagen gibt es die finale Version von Windows Server 2008. Bis zur Auslieferung und tatsächlichen Verfügbarkeit werden aber noch einige Wochen vergehen. Ab dem 27. Februar kommen offiziell nur Kunden der Abonnements MSDN und Technet in den Genuss der neuen Version.

Ausgehend von Windows Server 2003 hat sich Microsoft fünf Jahre Zeit genommen, um seinen Server zu überarbeiten. In der Tat sind viele Änderungen einschneidend. So verabschiedet man sich mit Windows Server 2008 erstmalig vom bisherigen monolithischen Aufbau, zumindest was die Sicht des Benutzers angeht.

Windows Server 2008 wird nun auch in einer abgespeckten Variante, dem "Server Core", verfügbar sein. Der Server Core umfasst die Kernfunktionen eines Windows Servers. Die GUI mit all ihren Verwaltungstools ist größtenteils entfernt worden. Grund und Nutzen sind vielfältig.

Microsoft-Serversysteme werden mittlerweile in immer größeren Stückzahlen und gruppiert im Rechenzentren eingesetzt. Die Verwaltung dieser Server erfolgt fast ausschließlich über Administratorarbeitsplätze, entweder In-House oder durch externe Partner.

Des Weiteren wird die Überwachung immer häufiger in einen größeren Kontext, etwa Microsoft Operations Manager eingebunden. In keinem dieser Fälle nutzt ein Administrator die lokale GUI. Sie ist somit überflüssig.

Hinzu kommt, dass jeglicher Code Ressourcen benötigt, beispielsweise Rechenzeit und Arbeitsspeicher. Aus Sicherheitsaspekten stellt der überflüssige Code ein Angriffsziel dar und ist regelmäßig zu patchen. Ein schlanker Server hat somit geringere Ausfallzeiten durch weniger Updates. Die Verwaltung eines derart abgespeckten Servers kann lokal nur durch die Kommandozeile und die Powershell erfolgen. Vom Administratorarbeitsplatz können MMC-Snap-Ins verwendet werden.

Entscheidet man sich für den vollständigen Server mit GUI, so erhält man eine an Windows Vista angelehnte Oberfläche. Die Aero-Oberfläche hat Microsoft zwar implementiert, aber standardmäßig nicht aktiviert. Windows Server 2008 wird das letzte Betriebssystem aus der Serverreihe sein, das in einer 32-Bit-Variante verfügbar ist. In Zukunft werden 64-Bit-CPUs für alle Serverprodukte vorausgesetzt, so wie heute schon beim Exchange Server 2007. Nichts geändert hat sich bei den Produktvarianten. Es bleibt bei den vier Editions Web, Standard, Enterprise und Datacenter. Später folgt das integrierte Paket "Small Business Server 2008".

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
ANZEIGE

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei

  • Digg
  • Del.icio.us
  • Webnews
 
ANZEIGE
Lesermeinungen in Tests & Technik »

19. März 2010, 09:55 Uhr
AW: Mac vs.Windows

Ich war bis vor 4 Wochen auch noch Win User und habe mir bis dahin nichts anders » mehr...

zu Windows im Abseits: Zehn Dinge, die ein Mac besser kann

17. März 2010, 13:40 Uhr
Datenkrake Staat

Das wir Bürger uns beim Einwohnermeldeamt melden MÜSSEN ist OK, das aber diese Ämter » mehr...

zu Google Street View: Musterwiderspruch vom Ministerium

17. März 2010, 10:49 Uhr
AW: AW: Händler?

Ich denke, der J4580 ist ohne W-Lan, dann kann er doch nicht den J6480 ersetzen. » mehr...

zu Low-Budget-Printer mit vielen Funktionen: HP Officejet J6480

Neueste Beiträge im Lab-Notes-Blog »

iPhone-Verbot für Microsoft-Mitarbeiter?

Dass Steve Ballmer nicht begeistert davon ist, wenn seine Mitarbeiter iPhones besitzen und sie auch im Berufsalltag einsetzen, zeigte er im September ...

19. Mär. 2010, 19:13 Uhr
0 Kommentare

CPUs und ihre Funktionen: Intels Core-i-Chaos

Mit dem Namensschema Core i3, i5 und i7 wollte Intel sein Branding vereinfachen. ...

19. Mär. 2010, 12:28 Uhr
0 Kommentare

Twitter: höchste Zeit für mehr Sicherheit

Twitter hat gerade angekündigt, seinen Mikroblogging-Dienst künftig besser vor ...

10. Mär. 2010, 15:00 Uhr
0 Kommentare

Hybrid-Festplatten: Zeit für ein Comeback

Obwohl technisch alles für Solid State Drives spricht, wird uns die gute alte ...

2. Mär. 2010, 19:17 Uhr
0 Kommentare
Videos »

USB 3.0 vor dem Sprung in den Massenmarkt

Nach ersten Produktankündigungen im Herbst 2009 und zur CES Anfang Januar 2010 steht USB 3.0 jetzt vor dem Durchbruch. ZDNet sprach auf der CeBIT mit Jeff Ravencraft, Präsident des USB Implementers Forum, über den aktuellen Stand bei USB 3.0 und die weitere Entwicklung von Wireless USB.

Ausserdem in Test & Technik »
Themen im Forum »
  • News
  • Artikel
  • Videos
  • Bilder

Top-Themen bei ZDNet

Android gegen WM 6.5: Welches OS wird gewinnen?

Windows Mobile ist seit vielen Jahren im Markt etabliert. Doch Android schickt sich an, Microsoft Marktanteile... » mehr

Google Chrome: nützliche Add-ons und Alternativen

Zahlreiche Erweiterungen erhöhen die Funktionalität von Chrome. Mit einem Tool lässt sich der Datensammelleidenschaft... » mehr

ACTA-Abkommen: lückenlose Überwachung im Internet

In geheimen Beratungen haben 39 Staaten das ACTA-Abkommen verhandelt. Jetzt kommen die Details ans Licht.... » mehr