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Collax Business Server im Test: Echte Alternative zu Microsoft?

Johann Baumeister
|
8. Juli 2008

Installation und Inbetriebnahme

Die Collax-Produkte sind für jedermann als Testversion zum Download verfügbar. Ohne Registrierung besteht eine Beschränkung auf fünf Benutzer. Eine private Nutzung mit fünf Benutzern ist ohne Lizenzkauf gestattet. Allerdings sind in diesem Fall keine Software-Updates verfügbar.

Das Setup der Software von der CD, siehe Bild 1, dauert wenige Minuten. Es löscht alle bestehenden Partitionen. Eine Testinstallation kann aber auch in einer virtuellen Umgebung erfolgen. Der Installationsablauf erfordert nur wenige Einstellungen. Zu bestimmen sind die IP-Adresse des Servers, ein Fully-Qualified-Domain-Name (FQDN) und die Zeitzone - mehr ist nicht notwendig. Anschließend richtet das Setup-Script den Server in der gewählten Partition mit der Basiskonfiguration ein.

Alle weiteren Konfigurationen erfolgen über das Collax-Verwaltungstool. Dabei handelt es sich um eine webbasierte AJAX-Anwendung. Sie bietet den Komfort, aber auch die Beschränkungen, die eine Webanwendung ausmachen. Als Client kann jeder javascriptfähige Browser verwendet werden. Optimal ist Firefox. Mit dem Internet-Explorer sind einige wenige Abstriche hinzunehmen. Die Verwaltungskonsole liegt auf Port 8001. Die Kommunikation ist mit SSL/TLS verschlüsselt.

Nach der Authentifizierung liefert das Verwaltungstool einen aufgeräumten Bildschirm, dem man seine Web-Grundlage kaum anmerkt. Der Hersteller hat die gesamte Verwaltung in drei Hauptbereiche eingeteilt. Unter "System", siehe Bild 2, befinden sich alle Ad-hoc-Aktionen, die mit dem Server ausgeführt werden können. Dies sind beispielsweise der Abruf der Systeminformationen, Angaben zu DHCP-Leases, die Überwachung der Systeme oder der Zugriff auf die Logdateien. Die eigentliche Konfiguration des gesamten Servers geschieht im Bereich "Einstellungen". Alle Dienste, beispielsweise Dateiserver, Mailserver, Sicherheitsfilter, Datensicherung und die Berechtigungen mit der Benutzerverwaltung, lassen sich aus diesem Bereich verwalten. Der dritte Abschnitt enthält Assistenten zur Konfiguration des Servers, siehe Bild 3.

Diese gesamte Konfiguration ist sinnvoll gruppiert, verlangt aber vom Administrator das Wissen über die Zusammenhänge. Um beispielsweise einen Benutzer für den Mailverkehr einzurichten muss er zunächst in eine passende Gruppe aufgenommen und mit notwendigen Rechten versorgt werden. Außerdem muss das Mailsystem generell aktiviert und eingerichtet sein. Ohne Verständnis für spezifische Abhängigkeiten innerhalb des CBS kommt man nicht zum gewünschten Erfolg.

Werden diese Arbeiten allerdings nur selten ausgeführt, so geraten die Abläufe und notwendigen Einzelaktionen nicht selten in Vergessenheit. Um die Arbeit zu vereinfachen, hat Collax eine Reihe von Assistenten implementiert. Sie führen den Administrator durch die wichtigsten Arbeiten, etwa das Einrichten der Internetverbindung, das Bereitstellen von Dateifreigaben oder der Datensicherung. Insgesamt stehen neun solcher Assistenten zur Verfügung.

Neben den Assistenten hat Collax eine Onlinehilfe integriert. Sie kann separat eingeschaltet werden und wird in einem eigenen Fenster eingeblendet. Die Hilfe ist ebenso wie die gesamte Software in deutscher Sprache vorhanden. Die Inhalte der Onlinehilfe werden automatisch mit der gewählten Funktion synchronisiert. Eine langwierige Suche entfällt.

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