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Collax Business Server im Test: Echte Alternative zu Microsoft?

Johann Baumeister
|
8. Juli 2008
Großunternehmen wissen Linux in ihrer IT-Infrastruktur zu schätzen. Collax bietet eine linuxbasierte Serverlösung für den Mittelstand. ZDNet untersucht, ob der Collax Business Server eine sinnvolle Alternative zu Microsoft sein kann.

Wenn es darum geht, ein Serversystem zu beschaffen, bleiben kleinen und mittelständischen Unternehmen wenig Alternativen zu einer Microsoft-Lösung. Eine Standard-Linux-Distribution, etwa Suse oder RedHat, ist häufig mit einem hohen Administrationsaufwand verbunden. Zudem gibt der Arbeitsmarkt deutlich weniger Fachkräfte her, die eine Linux-Lösung sicher verwalten können.

Der Collax Business Server (CBS) stellt eine Alternative dar, die auf Linux basiert und über ein Web-Interface einfach zu bedienen ist. Das Web-Interface zielt insbesondere auf weniger erfahrene Administratoren. Damit lässt sich nicht an jeder Detailschraube eines Linux-Servers drehen, es ermöglicht aber vor allem kleinen Unternehmen eine Selbstverwaltung des Servers, ohne dafür einen Vollzeit-Administrator zu beschäftigen.

Ebenso ist es möglich, dass ein Systemintegrator die Verwaltung aus der Ferne übernimmt. Da sämtliche Administrationsaufgaben konsequent über das Web-Interface realisiert wurden, entfällt die Notwendigkeit einer bandbreitenintensiven Remote-Desktop-Lösung, die unter Windows unverzichtbar ist.

Ergänzt wird der CBS durch den Collax Open-Xchange Server, der Groupware-Funktionalität inklusive E-Mail, Fax, Calendering und Web-Mail-Zugriff beinhaltet. Der CBS selbst enthält keine Groupware-Lösung. Mail wird nur in Form der Basisdienste POP3 und IMAP4 unterstützt. Ferner gibt es die Möglichkeit, die Sage Classic Line 2008 in einen CBS zu integrieren.

Der CBS fasst, ganz im Sinne einer vorkonfigurierten Lösung, die wichtigsten Standard-IT-Bausteine zusammen. Dies sind ein Dateiserver, ein Druckerserver, ein Webserver, ein Server für Instant Messaging mit SMS-Gateway und das Datenbanksystem MySQL. Ferner hat der Hersteller die dazu notwendigen Sicherheitsbausteine, unter anderem einen Virenscanner, einen Spamfilter und eine Firewall, integriert.

Ausgestattet mit diesen Baugruppen dient der CBS als universeller Server für viele Kundenbelange. Das Web-Interface ist durchdacht. Die optionalen Komponenten Open-Xchange und Sage sind darin integriert. Viele Aufgaben können durch einfach zu bedienende Assistenten ohne Vorkenntnisse realisiert werden. Dies hat der Hersteller gut gelöst. Mit der Linux-Kommandozeile oder den Linux-Basistools hat der Administrator beim Umgang mit dem CBS normalerweise nichts zu tun.

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