CBS INTERACTIVE BUSINESS SITES: ZDNET.DE | SILICON.DE
BEI SILICON.DE: Der Wochenrückblick in Bildern
ANZEIGE
ANZEIGE
 

So lassen sich mit Java-3D Grafikanwendungen erstellen

Peter Mikhalenko
|
28. Mai 2008
Die Java-3D-API ermöglicht das Entwickeln von Applikationen, die optisch äußerst realistisch wirken. Der Artikel erläutert detailliert die Funktionsweise von Java-3D und liefert anschauliche Beispiele.

Seit Version 1.2 wird Java-3D im Rahmen des Java Community Process entwickelt. Java-3D setzt auf OpenGL und Direct3D auf. Gleichzeitig ist es eine Schnittstelle, die Grafikprogrammierung mittels eines echten objektorientierten Konzepts ermöglicht. Darüber hinaus bietet Java-3D auch umfangreiche Unterstützung für 3D-Sound.

Zur Konstruktion einer Szene wird ein Szenengraph eingesetzt. Er repräsentiert die darzustellenden Objekte. Ein solcher Szenengraph ist wie ein Baum strukturiert, der eine Reihe von Elementen enthält, die zur Anzeige der Objekte notwendig sind.

So funktioniert die 3D-Welt

Der Aufbau von Java-3D unterscheidet sich deutlich von anderen gängigen 3D-Grafik-APIs wie OpenGL oder Direct3D. Dies sind prozedurale Low-Level-APIs, die eng mit der 3D-Hardware verbunden sind. Bei Java-3D richtet man hingegen sämtliche Grafikobjekte (auch Geometrieobjekte genannt) in einem sogenannten Szenengraphen ein. Dieses hierarchische Modell enthält alle Informationen über die darzustellenden Objekte und ihre Bearbeitung. Anschließend wird der Szenengraph zum Rendern an Java-3D übergeben. Für die Darstellung der Daten muss keinerlei Code geschrieben werden - das erledigt Java-3D. Mittels der zahlreichen leistungsfähigen integrierten Werkzeuge kann der Entwickler gleich auf einer höheren Ebene programmieren.

Java-3D nutzt dabei jede 3D-Beschleunigung, die die Grafikkarte bereitstellt. Letztlich erzeugt Java-3D OpenGL-Aufrufe in einer JNI-Schicht, die von der Grafikkarte beschleunigt werden können. Mit OpenGL beschleunigte Karten sind inzwischen in vielen Rechnern Standard. Deshalb sollten die Java-3D-Programme in der Regel hardwarebeschleunigt sein.

Bei dreidimensionalen Koordinaten (x,y,z) gibt die z-Komponente die Entfernung zum Betrachter an. Java-3D verwendet z-Werte, um nicht sichtbare Flächen verdeckter Objekte zu entfernen. Die z-Werte des roten Ringes im folgenden Bild sind klein, weil er sich dicht am Betrachter befindet. Er verdeckt Teile des blauen Ringes, wenn die z-Werte der beiden Ringe während des Renderns verglichen werden.

Java-3D, Abbildung 1

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
4 von 5 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.
ANZEIGE

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei

  • Digg
  • Del.icio.us
  • Webnews
 
ANZEIGE

Beliebte Developer-Themen »

News rund um Programmierung »
Top-Downloads »

HTML Editor Phase 5

Umfangreicher, einfach bedienbarer und dennoch kostenloser HTML-Editor » mehr...

Notepad++

Schlanker Open-Source-Editor mit vielen nützlichen Funktionen » mehr...

Nvu - HTML-Editor

Leistungsfähiger HTML-Editor basierend auf dem Mozilla Composer » mehr...

CSS Menu Generator

CSS-Menü erstellen » mehr...

Maguma Open Studio

Top PHP-Editor mit Debugger » mehr...

Ausserdem in Developer »

Top-Themen bei ZDNet

Android gegen WM 6.5: Welches OS wird gewinnen?

Windows Mobile ist seit vielen Jahren im Markt etabliert. Doch Android schickt sich an, Microsoft Marktanteile... » mehr

Google Chrome: nützliche Add-ons und Alternativen

Zahlreiche Erweiterungen erhöhen die Funktionalität von Chrome. Mit einem Tool lässt sich der Datensammelleidenschaft... » mehr

ACTA-Abkommen: lückenlose Überwachung im Internet

In geheimen Beratungen haben 39 Staaten das ACTA-Abkommen verhandelt. Jetzt kommen die Details ans Licht.... » mehr