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Virtualisierung ohne Kosten: Sun VirtualBox 2.2.2 im Test

Eric Tierling
|
26. Mai 2009

Fazit

Mit VirtualBox 2.2.2 bietet Sun ein Virtualisierungsprodukt mit zahlreichen ausgefeilten Merkmalen. Vom Funktionsumfang her ist das Produkt dem VMware-Platzhirsch Workstation 6.5.2 dicht auf den Fersen. Allerdings kostet VirtualBox nichts. Zwar ist nicht allein der Preis entscheidend, doch sind viele fortschrittliche Funktionen, die einst VMware vorbehalten waren und für die VMware auch heute noch Geld sehen will, von Sun nunmehr kostenlos zu haben.

Im direkten Vergleich zum anderen Hauptkonkurrenten Virtual PC 2007 SP1 zieht Microsoft den Kürzeren. VirtualBox kann nicht nur weitaus mehr, sondern scheint auch flotter zu arbeiten.

Der nahtlose Modus hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck. Damit stellt sich auf dem Desktop eine ähnliche Optik ein, die Microsoft für Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate mit dem XP-Mode (XPM) in Aussicht stellt. XPM setzt jedoch die Hardwarevirtualisierungstechniken AMD-V beziehungsweise VT-d im Host-Prozessor voraus. Da VirtualBox diese Hardwarevirtualisierung nicht erfordert, kann der nahtlose Modus auch auf Windows-7-Host-PCs genutzt werden, deren CPUs AMD-V oder VT-x nicht beherrschen.

Somit bringt VirtualBox zahlreiche gute Ansätze für eine hohe Verbreitung mit. Wie es mit dem Produkt allerdings langfristig weitergeht, ist nach der Sun-Übernahme durch Oracle derzeit noch ungewiss. Die nächsten Wochen dürften aber Klarheit bringen.

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