CBS INTERACTIVE BUSINESS SITES: ZDNET.DE | SILICON.DE
BEI SILICON.DE: Der Wochenrückblick in Bildern
ANZEIGE
ANZEIGE
 

Alternative Betriebssysteme: Es muss nicht immer Windows sein

Thorsten Koch
|
8. Dezember 2005

Zeta

Dieser Nachfolger des legendären Einzelbenutzer-Betriebssystems Be-OS - beliebt gerade im Multimedia-Bereich - wurde fast vollständig neu programmiert. Von Be-OS selbst, ursprünglich für Dual-PowerPCs entwickelt und mit einem leistungsfähigen Mikrokernel ausgestattet, hört man seit dem Verkauf an Palm vor fünf Jahren nicht viel Neues.

Auch Weiterentwicklungen sind rar: Das quelloffene Open Be-OS steckt noch in den Kinderschuhen, während die portugiesisch gehaltene Live-CD XBEOX von Paulo Motoyamaseit auf der alten Personal Edition aus dem Jahr 2000 basiert und - etwas umständlich - Leerdisketten zur Konfiguration verlangt. Zeta dagegen funktioniert bereits recht verlässlich, enthält in der Vollversion aber kommerzielle Programme und kostet daher rund 100 Euro.

600 Programme sind enthalten, unter anderem:

  • Kommerzielle Demo-Versionen
  • Office-Paket (Word-, Excel kompatibel)
  • PDF-Writer
  • Grafik-Anwendungen
  • Videoschnitt-Software
  • Brenner
  • Internetbrowser und Mediaplayer
  • Die deutschen Software-Schmiede "YellowTAB" wirbt mit atemberaubenden Geschwindigkeiten. Zu verdanken ist dies dem 640 KB kleinen Zeta-Kernel und einem 64-bit "Journaling File System". Die Vorteile liegen auf der Hand. So können Multimedia-Fans mehrere Filme gleichzeitig abspielen. Zudem ist Zeta multilingual und leicht verständlich. Viren oder Dialer müssten erst noch geschrieben werden - bislang ist das Betriebssystem noch wenig verbreitet und kaum anfällig für Schadcodes.

    Fazit

    Entwicklungsziel ist, ein Komplett-System für Durchschnitts-Anwender zu bieten. Dass "YellowTAB" einige Demo-Versionen auf die CD gepackt habe, ist allerdings noch deutlich zu spüren. Be-OS-kompatibele Freeware und Open Source-Anwendungen kann man als registrierter Zeta-Nutzer allerdings auch aus dem Netz laden.

    Version 1.1 bootet besser von Microdrives, bietet Support für duale Prozessoren, VIA-Chipsätze mit Serial-ATA, D-Link-Netzwerkkarten und Wacom-Grafiktabletts und enthält einen experimentellen Grafiktreiber.

    Einschränkungen:

  • Die Live-CD speichert keine Dateien, lässt sich nicht auf Harddisk installieren und legt keine BFS-Partitionen an.
  • Kommerzielle Programme wie in der Vollversion fehlen.
  • Freenet, welches die Live-CD exklusiv vertreibt, warnt zudem vor möglichen Schäden am Master Boot Record bei der Installation. Vor dem Setup solle man ihn "unbedingt sichern".
  • Zum Download

    Inhalt

    Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
    10 von 11 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.

    Lesermeinungen zum Artikel

     
    von Ruwen Ochs
    am 9. Dezember 2005, 00:08 Uhr
    Schon drei Live Cds gebrannt
    Ich habe schon drei Live Cds gebrannt und am Wochenende bin ich bestimmt durch. Das ist echt total interessant zu vergleichen. Kantonix spar ich mich aber weil ich Knoppix schon kenne.
     
    von troubadoure
    am 12. Januar 2006, 11:50 Uhr
    AW: Schon drei Live Cds gebrannt
    Kanotix einfach mal ausprobieren, ist viel besser als Koppix
     
    von Katernberg
    am 9. Dezember 2005, 08:57 Uhr
    Zwei weitere Tips
    1. Vectorlinux (schnell, stabil)
    2. Damn small Linux (damnsmalllinux.org)
    Ihr werdet euch wundern....
     
    von fabian-k
    am 9. Dezember 2005, 11:16 Uhr
    AW: Zwei weitere Tips
    DSL ist schon ein echt "heavy f***ing machine' wie es so schoen heisst :)
    Aber fuer mich nicht so wirklich geeignet weil es einfach zu 'small' ist ;)

    Aber auf meinem iPod laeuft es ganz gut.

    Achja:
    Fuer alteingesessene Windows-User eignet sich wohl fuer den umstieg am Anfang SuSe am besten.
    Oder macht es wie ich 8damals) und haengt euch gleich heavy rein in Debian und/oder Mandrake.

    Wenn ihr das dann beherrscht, dann wollt ihr garkein Windows mehr. Das verspreche ich euch! :)

     
    von freedos isttoll
    am 9. Dezember 2005, 11:02 Uhr
    was braucht man??
    wer bitte schön braucht denn heute noch dos? sicher - ein paar leute spielen halt immer noch gern die alten games.. aber sonst?

    was nutzt mir linux, wenn ich darauf keine office habe, dass zu hundert prozent auch in meiner geschäftswelt kompatibel ist?
    sicher, als heimanwender ist open office die lösung schlecht hin.. aber das war's dann auch schon

    bitte tun wir nicht so, als würde linux nie abtsürtzen und nie seltsame dinge tun. jeder der sich nur ein bischen mit minux beschäftigt (hat) weiß auch von anderen problemen.

    ach ja, lassen sie mal einen normalen computernutzer versuchen xp zu installieren und debian. mal sehen, was dann läuft...

     
    von fabian-k
    am 9. Dezember 2005, 11:10 Uhr
    AW: was braucht man??
    Du kannst Debian nicht mit Windows (XP) vergleichen.

    Wenn du es allerdings die Riesen WindowsXP und SuSe 10 vergleichst, dann hat fuer den heimanwender ganz klar Suse gewonnen.

    Da kann Win nicht mithalten und das wird es auch nicht.

    Ich persoehnlich hacke meinen Code lieber in eine brave kleine Linux-Box (Ubuntu) als in eine komplett ueberladene, ultrabunte und ueberteuerte Windows-Umgebung.

    Geschmackssache..

    Debian an die Macht.

     
    von Forum-Fraggle
    am 9. Dezember 2005, 12:29 Uhr
    AW: was braucht man??
    Nur in gewisser Weise hast Du recht.

    Zum einen gibt es die Export Funktion in MS-Office Formate. Ok, nicht optimal, daher sollte man besser das rtf Format für Dokumente nutzen.
    Tabellenkalkulationsmäßig hinkt Excel in Sachen Formeln Calc hinterher, hat aber manche Bedienungskomfort (aber auch umgekehrt, würde mir ne Mischung aus beiden wünschen). Für beide sollte man auf gnumeric zurückgreifen, welchen kostenfrei ist und auf beiden Systemen läuft.

    Nichtsdestotrotz, sofern die Dateien nicht verändert werden sollen, sollte man eh pdf übermitteln.

     
    von Der Programmierer
    am 9. Dezember 2005, 12:34 Uhr
    Minix, der Hammer!
    Minix ist ja wohl der absolute Hammer! Superklein und wenn man da ein bisschen Zeit aufbringt kann man Traumanwendungen für schreiben! Leute gründet Projekte!
     
    von Der Programmierer
    am 9. Dezember 2005, 12:37 Uhr
    Frisbie was für Server?
    Wäre Frisbie was für einen Standalone Server? Ich habe in diesem Bereich bisher nur Erfahrungen mit Linux gemacht aber Frisbie ist ja Unix.
     
    von Karsten Hönsch
    am 9. Dezember 2005, 19:16 Uhr
    Tablet PC's?
    Welche Betriebssysteme unterstützen Tablet PC's?
     
    von Lukas Kärrner
    am 9. Dezember 2005, 21:27 Uhr
    AW: Tablet PC's?
    Sicher gibt's Linux- und Unix-Treiber für das Interface, kannst du ja mal googeln. Ob's bei Minix geht weiß ich nicht.
     
    von sebastian reif
    am 12. Dezember 2005, 01:00 Uhr
    AW: Tablet PC's?
    wenn's unter win nt geht geht's auch bei ractos.
     
    von Michael Lümmer
    am 11. Dezember 2005, 16:49 Uhr
    Welcher ständige Ersatz kommt für mich in Frage?
    Ich habe schon Linux probiert aber da funktioniert mein Internetanschluss nicht (habe ein USB-ADSL-Modem) mangels Treibern. Was ist jetzt besser für mich, Reactos oder Eoslx?
     
    von Alex Krasser
    am 4. Januar 2006, 09:49 Uhr
    Von allem etwas
    Ich habe schon drei Systeme geladen und gebrannt. Tool finde ich dass von allem etwas hier zu finden ist das heißt verschiedene Ansätze nicht nur Linux!
     
    von prof368
    am 8. Januar 2006, 07:53 Uhr
    siehe Artikel
    Nachdem ich ein Anfänger in Sachen PC bin, habe ich trotzdem versucht E/OS_LX zu installieren. Der Download wurde verweigert.Auch Kanotix oder ReactOS konnte ich nicht entzippen. Das BS "Windows XP SP2"ist auf meinem PC installiert. Ich habe versucht eines der alternativen BS auf das Laufwerk "D" zu entpacken, aber auch das wurde verweigert. Wie müsste ich vorgehen, ohne daß ich mein vorhandenes BS Windows XP beschädige oder zerstöre??? Wer kann mir helfen? Vielen Dank im Voraus, prof 368
     
    von aktony
    am 13. März 2006, 09:44 Uhr
    super wird zeit
    Genau das was der Microsoft genervte User sucht. Ein Betriebsystem das alles kann ohne ewig irgendwelche Emulatoren zu konfigurieren. Ordentliche Dateien Verwaltung was man bei Linux und allen dazugehörigen Systemen immer vergeblich sucht. Linux Unix und haste nicht gesehen nutzen dem personal User doch gar nichts. Ich will arbeiten damit Videos schauen und hin und wieder mal was spielen. Was nützt es mir wenn ich zum spielen Neustarten muss und zum surfen dann wieder Neustarten. Ausserdem stelle man sich vor im Media Markt zu stehen und sich die tollen Programme und Spiele anzuschauen und immer zu wissen oh mit meinem Linux läuft hier nix.
    Das einzige was mich am ReactOS stört ist die grafische Oberfläche, es muss doch nicht wie Windows aussehen oder. Was wichtig ist ist ein logischer Aufbau. Und nicht wie bei Linux wo du 5 Programme für dasselbe hast ( Yast, Kontrollzentrum und xfree und und und ).
    ANZEIGE

    Trackbacks und Pingbacks

    TrackbackTrackback-URL:

    Link zum Artikel setzen bei

    • Digg
    • Del.icio.us
    • Webnews
     
    ANZEIGE
    Lesermeinungen in Tests & Technik »

    19. März 2010, 09:55 Uhr
    AW: Mac vs.Windows

    Ich war bis vor 4 Wochen auch noch Win User und habe mir bis dahin nichts anders » mehr...

    zu Windows im Abseits: Zehn Dinge, die ein Mac besser kann

    17. März 2010, 13:40 Uhr
    Datenkrake Staat

    Das wir Bürger uns beim Einwohnermeldeamt melden MÜSSEN ist OK, das aber diese Ämter » mehr...

    zu Google Street View: Musterwiderspruch vom Ministerium

    17. März 2010, 10:49 Uhr
    AW: AW: Händler?

    Ich denke, der J4580 ist ohne W-Lan, dann kann er doch nicht den J6480 ersetzen. » mehr...

    zu Low-Budget-Printer mit vielen Funktionen: HP Officejet J6480

    Neueste Beiträge im Lab-Notes-Blog »

    iPhone-Verbot für Microsoft-Mitarbeiter?

    Dass Steve Ballmer nicht begeistert davon ist, wenn seine Mitarbeiter iPhones besitzen und sie auch im Berufsalltag einsetzen, zeigte er im September ...

    19. Mär. 2010, 19:13 Uhr
    0 Kommentare

    CPUs und ihre Funktionen: Intels Core-i-Chaos

    Mit dem Namensschema Core i3, i5 und i7 wollte Intel sein Branding vereinfachen. ...

    19. Mär. 2010, 12:28 Uhr
    0 Kommentare

    Twitter: höchste Zeit für mehr Sicherheit

    Twitter hat gerade angekündigt, seinen Mikroblogging-Dienst künftig besser vor ...

    10. Mär. 2010, 15:00 Uhr
    0 Kommentare

    Hybrid-Festplatten: Zeit für ein Comeback

    Obwohl technisch alles für Solid State Drives spricht, wird uns die gute alte ...

    2. Mär. 2010, 19:17 Uhr
    0 Kommentare
    Videos »

    USB 3.0 vor dem Sprung in den Massenmarkt

    Nach ersten Produktankündigungen im Herbst 2009 und zur CES Anfang Januar 2010 steht USB 3.0 jetzt vor dem Durchbruch. ZDNet sprach auf der CeBIT mit Jeff Ravencraft, Präsident des USB Implementers Forum, über den aktuellen Stand bei USB 3.0 und die weitere Entwicklung von Wireless USB.

    Ausserdem in Test & Technik »
    Themen im Forum »
    • News
    • Artikel
    • Videos
    • Bilder

    Top-Themen bei ZDNet

    Android gegen WM 6.5: Welches OS wird gewinnen?

    Windows Mobile ist seit vielen Jahren im Markt etabliert. Doch Android schickt sich an, Microsoft Marktanteile... » mehr

    Google Chrome: nützliche Add-ons und Alternativen

    Zahlreiche Erweiterungen erhöhen die Funktionalität von Chrome. Mit einem Tool lässt sich der Datensammelleidenschaft... » mehr

    ACTA-Abkommen: lückenlose Überwachung im Internet

    In geheimen Beratungen haben 39 Staaten das ACTA-Abkommen verhandelt. Jetzt kommen die Details ans Licht.... » mehr