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IG Metall: IBM hält an Werksschließung in Schweinfurt fest

Joachim Kaufmann
|
21.04.05, 16:11 Uhr
Unternehmen sei nicht auf Vorschläge der Arbeitnehmervertreter zum Erhalt des Standorts eingegangen

Der EDV-Dienstleister IBM hält nach Gewerkschaftsangaben trotz heftiger Proteste an Plänen zur Schließung des Werks in Schweinfurt im September fest. Das Unternehmen sei nicht auf Vorschläge der Arbeitnehmervertreter zum Erhalt des Standorts eingegangen, heißt es in einer Erklärung der IG Metall vom Donnerstag.

Mehr als die Hälfte der insgesamt rund 340 Mitarbeiter bei IBM in Schweinfurt habe mittlerweile einen Aufhebungsvertrag akzeptiert. Diese Entwicklung sei zu bedauern, hieß es bei der Gewerkschaft.

Für die übrigen Beschäftigten wollen die Betriebsräte den Angaben zufolge alle Möglichkeiten nutzen, um einen Sozialplan abzuschließen. Auch der IBM-Standort Hannover soll geschlossen werden. Teile sollen laut IG Metall ins Ausland verlagert werden.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Jürgen Then
am 22. April 2005, 07:34 Uhr
IBM - ein Boykottkanwärter
Wenn es so weiter geht, werden wir zukünftig nicht nur aus dem Ausland gehostet, sondern müssen wir alle, die Arbeitsplätze haben, die über Datenleitungen brauchbare Ergebnisse bringen, damit rechnen, daß der Arbeitsplatz in Billiglohnländer verschwindet. Unter diesem Aspekt sollte man schon erwägen, ob solche Firmen im Hochlohnbereich Europas auch nur noch einen Cent verdienen sollten. Die Frechheit ist ja noch, daß die gefeuerte Belegschaft die neue im Ausland schulen muß.
 
von Tut nichts zur Sache
am 22. April 2005, 08:07 Uhr
AW: IBM - ein Boykottkanwärter
Schwierige Sache. Warum sollen Unternehmen in Deutschland bleiben, wenn die Regierung ihnen nur das Leben mit neuen Vorschriften vermießt.

Ich bin Einzelkämpfer mit einem Ingenieurbüro. Geringer Umsatz, der auch gleichzeitig fast der Gewinn ist.

Jetzt darf ich eine Statistik jedes Vierteljahr mit meinem Umsatz nach irgendwo schicken. Was für ein Schwachsinn. Das FiAmt kennt meinen Umsatz, da ich monatlich meine Umsatzsteuermeldung einschicke.

Wenn man dann den bürokratischen Wahnsinn sieht, den Berlin (vor allem die Roten und Grünen) über uns ausschütten, dann verstehe ich jeden Unternehmer, der das Land verlässt.

Solange man Müntefering seine ultraroten Parolen klopfen lässt, solange muss man auch damit rechnen, dass Unternehmer gehen.

Am Ende bleiben bei uns die Kranken und Lahmen. Wie einst in der DDR. Damit werden wir alle leben müssen. Da hilft kein Schimpfen auf IBM. Wir müssen die Regierung davon jagen.

Ganz am Rande: Wie will man IBM boykottieren? PCs stellen die nicht mehr her, Festplatten auch nicht mehr. IBM ist nur noch im B2B-Bereich tätig. Und da gibt es keine bis wenig Politik. Da wird wirtschaftlich entschieden. Und wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen?

Sorry.

Gruß

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