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Gerücht: Google will Computerspielentwickler Valve kaufen

Britta Widmann
|
18.09.08, 09:46 Uhr
Suchanbieter ist angeblich an Online-Vertriebsplattform Steam interessiert

Gerüchten zufolge will Google den Computerspiele- und Software-Produzenten Valve übernehmen, der Spiele wie Half-Life und Counter-Strike entwickelt hat. Das berichtet The Inquirer unter Berufung auf "vertrauenswürdige Quellen", nach deren Angaben der Valve-Kauf durch Google "jeden Moment" zu erwarten ist. Begründet wird die mögliche Übernahme mit einem potenziellen Interesse an der Valve-Spielevertriebsplattform Steam.

Die Übernahme von Valve sei "mit Sicherheit ein interessanter Schachzug", wird Screen-Digest-Spieleanalyst Piers Harding-Rolls vom Branchenportal TechRadar zitiert. Google habe schon länger ein Auge auf den Spielemarkt geworfen. "Wenn es stimmt, dann ist Google schlicht und einfach hinter Steam her", sagt PC-Zone-Redakteur Will Porter. Über die wohl ausgereifteste Online-Distributionsplattform für Computergames stellen Spieler Netzwerkverbindungen her, um im Internet mit- und gegeneinander zu spielen.

Während die Steam-Software selbst kostenlos zum Download angeboten wird, können über diesen Kanal gleichzeitig neue Spiele und Add-ons kostenpflichtig bezogen werden. Mittlerweile werden über 440 Online-Games - auch von Drittentwicklern - über die Steam-Plattform zugänglich gemacht und vertrieben. Aufgrund der beträchtlichen Nutzeranzahl von über 15 Millionen aktiven Spielern und niedriger Wartungskosten erweise sich die Software als "Goldesel", so Porter.

Google könne durch die Akquisition einen neuen Online-Markt für sich öffnen, urteilen die Experten. Valve sei für den Konzern nicht zuletzt aufgrund des großen Know-hows in der Entwicklung interessant. Das Unternehmen erzielt einen Umsatz von rund 70 Millionen Dollar pro Jahr, wozu Steam den überwiegenden Anteil beiträgt. Derzeit sind zwischen 150 und 200 Teil- und Vollzeit-Mitarbeiter bei Valve angestellt. Google ist als teuerste Marke der Welt rund 86 Milliarden Dollar wert und beschäftigt weltweit mehr als 16.800 Vollzeit-Mitarbeiter.

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