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Bestätigt: Ebay übernimmt Skype

Joachim Kaufmann
|
12.09.05, 13:43 Uhr
Kaufpreis beträgt mindestens 2,1 Milliarden Euro

Ebay hat jetzt offiziell die Übernahme des Voice over IP-Anbieters Skype bekannt gegeben. Das Online-Auktionshaus zahlt zunächst 2,1 Milliarden Euro in bar und in Aktien. Werden bestimmte fianzielle Ziele erreicht, könnten dazu nochmals 1,2 Milliarden Euro kommen. Diese würden dann 2008 oder 2009 fällig.

"Kommunikation ist das Herzstück von E-Commerce und Community", so Ebay-Chefin Meg Whitman. "Durch die Kombination der beiden führenden E-Commerce-Marken Ebay und Paypal mit dem führenden VoIP-Provider werden wir eine außerordentlich mächtige Umgebung für Geschäfte im Internet schaffen."

Skype wurde von den Kazaa-Entwicklern Niklas Zennström und Janus Friis entwickelt und hat nach eigenen Angaben inzwischen 54 Millionen Mitglieder. Jeden Tag kommen rund 150.000 hinzu. Die VoIP-Software des Unternehmens basiert auf dem Peer to Peer-Prinzip. Im Gegensatz zu anderen Anbietern kann Skype dadurch auf eine kostpielige, zentralisierte Infrastruktur verzichten. Die Rechner der registrierten Nutzer bilden ein weltumspannendes Telefon-Netzwerk mit unbegrenzter Skalierbarkeit.

Die VoIP-Software soll in Ebay integriert werden und die Kommunikation zwischen Käufer und Verkäufer vereinfachen. Das Auktionshaus verspricht sich dadurch eine Beschleunigung des Handels in Bereichen, in denen mehr Kommunikation nötig ist. Dazu zählen Gebrauchtfahrzeuge, Equipment für den geschäftlichen Einsatz und Sammlerstücke.

Skype hat im vergangenen Jahr Umsätze in Höhe von sieben Millionen Dollar erwirtschaftet, in diesem Jahr sollen es 60 Millionen Dollar werden, 2006 dann mehr als 200 Millionen Dollar. Ebay will sich durch die Übernahme neue Wachstumspotentiale erschließen.

tags iconTags: ebay, skype
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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Rudi
am 12. September 2005, 18:44 Uhr
Skype-Übernahme durch EBAY - oh nein!
Zit: "Ebay will sich durch die Übernahme neue Wachstumspotentiale erschließen" - daß ich nicht lache: Daten sammeln, neue Kunden "kaufen", Gespräche mitschneiden, weiterhin mit amerikanischen AGB gegen deutsche Verbrauchergesetze verstossen und weiterhin nichts gegen Betrüger und Halsabschneider unternehmen. Dieses amerikanische Ihh-Bääh nimmt langsam bedrohliche Ausmaße an!
 
von SchorschBusch
am 13. September 2005, 15:14 Uhr
AW: Skype-Übernahme durch EBAY - oh nein!
Was soll ich dazu sagen? Selten so viel Realismus hier! Und ich hab mich 1972 gefagt, wasdie 68 mit US-Imperialismus meinten.
 
von Bill Bo
am 12. September 2005, 18:49 Uhr
Bei Anruf Paypal
Das hat ja grade noch gefehlt. Im Internet geht´s zu wie im Kindergarten. Kaum gibt´s was neues, das prima funktioniert, kommt einer und macht´s kaputt.

Ebay soll sich um seine Sicherheitsprobleme auf Günter-Jauch-Niveau (oder war das "Akte"?) und Paypal kümmern. Das sind die, die einen durch die Eingabe von zwei zweistelligen Zahlen identifizieren, aber die Weiterleitung von echtem Geld von nicht auf diese Weise "bestätigten" Konten hinkriegen. Aus "Sicherheitsgründen" - wahrscheinlich sind Post-Indent, Pins und Tans den Amis unheimlich.

Eins wird bei der Skype-Geschichte jedenfalls nicht rauskommen: daß man bei Ebay anrufen kann.

Eins

 
von SchorschBusch
am 13. September 2005, 15:15 Uhr
AW: Bei Anruf Paypal
Jo.
 
von uti
am 12. September 2005, 21:36 Uhr
wie passt denn das zusammen
"Kommunikation ist das Herzstück von E-Commerce und Community"
mag ja sein. aber was will ebay denn mit skype? zur auktionsplattform passts ja schon mal definitiv nicht. abgesehen davon, dass skype als telefonanbieter etwas geld abwirft gibt es doch keinen grund für so eine übernahme; und wenn ich etwas ersteigern wollte, hat email bis jetzt immer recht gut funktoniert...
 
von Tut nichts zur Sache
am 13. September 2005, 09:01 Uhr
Es geht um etwas ganz anderes
Warum ist Herr Ballmer von Microsoft ausgeflippt, als ein Top-Entwickler zu Google gewechselt hat? Was hat das mit eBay zu tun? Was hat Skype mit eBay zu tun?

Es gibt vier große Konzerne, die das Internet unter sich aufteilen wollen. Amazon, eBay, Microsoft und Google. Amazon scheint derzeit etwas abgeschlagen.

Was immer das Potenzial hat in Milliarden Umsätze im Internet vorzudringen, wird von einem dieser Konzerne gekauft werden. Ob es passt oder nicht.

Es geht um die Vorherrschaft im Internet.

Wer das boykotieren will, sollte schleunigst bei seinem Buchhändler um die Ecke kaufen und mit Bargeld an der Tanke und sonst wo bezahlen.

Je größer die Großen werden, um so weniger Auswahl werden wir lokal haben. Also weg mit Kreditkarten, weg mit PayPal und weg mit Passport und dem anderen Sche.ß.

Keine Schulden, kein Leasing, keine Abos! Verweigern wir uns den Großen. Dann haben wir eine Chance.

 
von Esteban
am 13. September 2005, 10:24 Uhr
AW: Es geht um etwas ganz anderes
Genau! Und außerdem sollten wir aufhören zu telefonieren, das Internet zu nutzen, Auto zu fahren und bei Aldi einzukaufen... dass nutzt auch alles den "Großen"... was für ein unglaublicher Unfug. Wer bitte sind denn Deine "Großen"? Orientierst Du Dich am Umsatz, an der Reichweite oder am Gewinn der Firmen? Oder machst Du dass einfach "frei Schnauze"? Und warum gehört beim Internet Yahoo nicht dazu, wieso fehlen in Deiner Rechnung Firmen wie die Telekom oder Cisco, die auch zum Internet gehören wie das Rad zur Karre? Alter, werd erstmal erwachsen und informiere Dich, bevor Du Verschwörungstheorien verbreitest - noch dazu so fadenscheinige.
 
von IsdasWichtig
am 13. September 2005, 14:04 Uhr
AW: Es geht um etwas ganz anderes
Ach, ich kann mir schon vorstellen das e-bay da einen Schritt richtung echte Autkionen machen will. Man ruft dann bei einem virtuellen aktionshaus an un gibt per Telefon Gebote ab als wäre man da. Paßt doch toll rein. LOL

Meinst du nciht der Kampf ist längst verloren? Was nützen uns 10 Leute die denken und sehen, von denen dann vielleicht 1 auch was macht gerechnet auf 10000 Leute die wie die sabbernden Zombies vor dem Fernseher sitzen, für die diese Welt nicht nur gut aussieht sondern gut ist?

Und wie weit wollen wir zurück? Lokal geprägte Goldmünzen nach bundesland sind ja wohl auch ein Datenschutzproblem, sieht man ja gleich wo der Kunde herkommt.

Tut mir leid, aber ich glaube den kampf haben wir lange verlohren...

 
von mouseonmars
am 13. September 2005, 11:46 Uhr
doch, das passt schon
wenn man sich das genau anschaut, passt das schon. denn letztendlich geht es beim geld verdienen im internet ja wohl darum, möglichst viele genaue daten von möglichst vielen einzelnen internetnutzern zu haben: um dem spezifischen nutzer gezielt was zu verkaufen oder ihn gezielt mit werbung zu versorgen. und dann passt skype auch zu ebay und paypal.
 
von Micromax
am 14. September 2005, 04:29 Uhr
Skype-Einverleibung durch Ebay
Wartet, wartet nur ein Weilchen......
Irgendwann kommt der Hammer, dann ist's aus mit Telefonieren für 0,00 ! Die Maxime der Skype-Gründer dürfte den neuen Herren doch zuwider sein -- über 50 Mio. potentielle Gebührenzahler locken !
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