Telefonmarketing in Zukunft verboten
Mit rot-grüner Regierungsmehrheit ist gestern die Gesetzesnovelle gegen unlauteren Wettbewerb verabschiedet worden. Ein wichtiger Punkt: Werbung per Telefon ohne Einverständnis des Angerufenen ist künftig verboten. Direktmarketing-Experten haben die Neuerung als großen Fehler verurteilt. Es handle sich um ein weiteres Gesetz, das "Arbeitsplätze vernichte und neue Technologien verhindere". Die Änderungen können in einem PDF-Dokument nachgelesen werden. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft getreten.
Ein Gesetz zum Schutze der Verbraucher war der Ausgangspunkt der Novelle. Nun seien im Telefonmarkerting, einem der wenigen Wachstumsbranchen in Deutschland, rund 400.000 Jobs von der neuen Regelung direkt oder indirekt betroffen, kritisieren die Experten. Der Präsident des Verbandes der deutschen Zeitschriftenverleger (VDZ), Hubert Burda, zeigte sich wie schon vor zwei Tagen empört über die Gesetzesnovelle. "Statt einer Förderung der Wirtschaft mit einer gesetzlich verankerten strengen Selbstkontrolle der Industrie zum Schutze der Verbraucher kommt es nun zu einer überflüssigen Behinderung der Wirtschaft und zu einem bewussten Exodus an Arbeitsplätzen. Wir sind fassungslos über diesen gesetzgeberischen Schildbürgerstreich", so Burda.
Bei seinen Kollegen in den Nachbarländern stößt die Novelle ebenfalls auf Unverständnis: Der Geschäftsführer des Schweizer Direktmarketing Verbandes (SDV), Christian Altenburger, sieht die Situation in der Schweiz durch Legislative und Ehrenkodex der Mitglieder des SDV geregelt. Der Gesetzgeber erlaube in der Schweiz Telefonmarketing, räume dem Konsumenten jedoch die Möglichkeit ein, sich in einer zentralen Datenbank einzutragen, wenn keine Anrufe mehr gewünscht werden. Schweizer Call Center würden diese Quelle zu Generierung der Kundenkontakte nutzen und diese Sperren beachten. Bei Outbound-Calls - Telefonmarketing von der Schweiz ins Ausland - gebe es strikte Regelungen, sich an die jeweilige Legislatur des Empfängerlandes zu halten. Dieses System würde funktionieren und das erste Halbjahr 2004 sei ein durchaus positives Jahr für die Schweizer Direktmarketing-Branche gewesen.
Beim Direktmarketing Verband Österreich (DMVÖ) zeigt man sich wenig erfreut über die neue Entwicklung: "Wir sind insofern enttäuscht über die deutsche Entwicklung, da das dortige liberale Klima bis dato Vorbildwirkung für Österreich hatte", meint Joseph Hamberger, Geschäftsführer des DMVÖ. Eine Gesetzesnovelle des vergangenen Jahres habe auch in Österreich weitreichende Konsequenzen nach sich gezogen. "Das Gesetz unterscheidet nicht zwischen B2B und Consumer und drängt viele Aktivitäten in die Illegalität. Zurzeit laufen in Österreich rund vierzig Verfahren wegen des Vorwurfs des illegalen Telefonmarketings", so Hamberger. Eine der Folgen seien Auslagerungen des Telefonmarketings in benachbarte Länder wie der Schweiz, Slowakei und Tschechien.
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Und Arbeitsplätze erhalten, die mich in meiner Freizeit ungebeten belästigen, solche Argumente sollte man als sittenwidrig abtun.
Mich nerven diese Anrufe, bei denen sich eine überfreundliche Dame meldet... Da weiß ich gleich was kommt!
Hin und wieder tut die Politik auch was Vernünftiges ;-)
Gruß, Huko.
Daher: Kirche im Dorf lassen, die Leute Ihre Arbeit machen lassen und wem's nicht passt: Einfach auflegen. Die Leute sind darauf aus Kohle zu verdienen, daher gibt es max. einen zweiten Anruf. Wie gesagt: Kirche - Dorf.
Das ist natürlich Unsinn und ebenso überflüssig wie sonntägliche Werbeanrufe.
Gruss Stefan
Wenns mir nicht passt kann ich auflegen.
Und beim Essen geh ich sowieso nicht ans telefon, dass weiss mein bekanntenkreis.
Lieber das Telefonmarketing als massenweise Spams und mails.
Die call Center muessen mit Menschen besetzt sein und nicht mit Maschinen.
Das ergiebt nun mal arbeitsplaetze und fuer das telefonieren zahlen Sie auch.
Nicht Jede Firma kann mit riesen Werbespots auf den Putz hauen, und irgeneine Art zu werben muss ja doch gestattet sein.
Kurzum der schuss geht nach hinten los.
Eine paaar findife rechtsverdreher werdens dann noch schaffen das man vom ausland her doch noch telefon akvisition machen kann. Und schon Profitieren die Nachbarstaaten.
Ein bischen ueber den Tellerrand Linsen liebe Leute.
Ich kann deshalb nur sagen: DANKE, ROT-GRÜN! Ihr habt damit eindeutig meinen Wählerauftrag erfüllt!
Wenn ich Euch so daherkotzen sehe weiss ich echt nicht mehr was Ihr
Euch eigendlich dabei denkt. Geht doch gleich auf die Strasse und lacht uns aus ! Ich zum beispiel musste diesen Job vom AA aus annehmen, sonst hätten sie mich warscheinlich gesperrt, bin täglich 100 Killometer hin und zurück gefahren. Nun bekomme ich nicht mal mehr AA-Geld (kein jahr voll) und verliere nun noch die Wohnung. Schön dass wenigsten Ihr gut schlafen könnt.
aber wahrscheinlich sind die arbeitslosen genauso skrupellos wie die Firmen, sind eh alles nur < ironie beginnt: Faules Volk /ironie>
Aber nach Telefonterror mit bis zu 5 Anrufen täglich, bis spät in die Nacht und am frühen Morgen, der größere Teil davon von Burda, bin ich trotzdem auf der Seite des Gesetzes.
Ins Ausland wären die doch sowieso alle abgewandert.
Aber mal was anderes.
Wisst ihr eigentlich wer diese Anrufe macht die jeden stören ? Das sind Call-Center. Call-Center rufen an bzw. werden angerufen. Das sind die beiden Standbeine. Standbein 1 ist ab demnächst abgeschaltet. Standbein 2 trägt sich alleine aber nicht. In Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach haben schon 4 Call-Center zu gemacht wegen dem neuen Gesetz. Hauptaufgabengebiete beim 2ten Standbein war Entgegennahme von Gesprächen für : Opel, Renault, ADAC, Premiere und eine Drogenberatung. (nur die wichtigsten) Also wundert eúch nicht wenn ihr da jetzt anruft und 15 bis 20 Minuten länger warten müßt bis ihr drankommt. Denn ohne Call-Center können die Auftraggeber nicht arbeiten. Aber das ist ja auch egal oder ? Abgesehen davon stellen jetzt einige Firmen um auf Anrufcomputer. Die können nicht unterscheiden wen sie anrufen und ob die da stören. die fangen an mit der Rufnummer 0221-0000001 und dann 0221-0000002 usw. Goede (Münzen) macht das schon. Der Computer sagt wenn sie bestellen wollen tippen sie die 1 wenn nicht die 2. Legt der Angerufene einfach auf kommt die Bestellung. Ist sogar zulässig. Der Computer steht nicht in Deutschland (Bätsch) und wenn selbst die Hälfte die Waren zurücksendet haben die immer noch eine Riiiiesen Gewinn. Am nächsten ersten gehen 25 weiter Firmen diesen Weg. Dann mal viel Spaß.
Deine Meinung in Ehren, sie ist aber - wie du merkst - nicht unumstritten.
Ich bekam neulich einen netten Anruf von D1, kurzum ich bekomme für einen auslaufenden Vertrag ein neues Handy und einen günstigeren Tarif.
Bekomme ich in Zukunft von Dir solche wichtigen Mitteilungen per Spam Mail....
ach nein, Du stehst auf der Spam Liste für Ignoranten...
Nein, spaß beiseite, auch Direktmarketing ist wichtig für unsere schnelle Informationswelt.
Rudi, Dipl.-Betriebswirt
Selbstkontrolle: dass ich nicht Lache ...Die weltweite Spam-Welle zeigt wie diese Selbstkontrolle aussieht und jetzt wird das ganze aufs Telefon ausgeweitet.
Dass die ganzen Idioten von Nervern und Spammern aufschreien ist natürlich klar. Wie kann man sonst so einfach Geld machen indem man andere nervt.
Keiner darf mehr werben egal per telefon oder email usw.
das es arbeitsplaetze vernichtet ist ein absolut unwichtiges detail
was eh nur die boesen fiesen Firmen als argument benuetzen.
Weiter Gruen und Rot
auf ein paar zigtausend weitere < arbeitsunwillige> kommts auch nicht mehr an. Die werden sowieso erstmal < zwangsumgeschult> kostet extra gute kohle und verschwinden aus der Arbeitslosen statistik fuers erste Jahr danach werfen wir den Firmen vor das Sie absolut unfaehige Geschaeftsleiter haben weil keine Innovation zu bemerken ist oder sowas wie ein Aufschwung.
Jede Serioese Firma braucht doch gar nicht werben, da stehen doch die Kunden sowieso Schlange.
Nur unserioese Firmen Werben, weis doch jeder. oder
PS bevor sich jemand aufregt ist sarkastisch gemeint
N.Wilker
Wenn der Gesetzgeber es so regeln würde, das wenn man ein klares nein kassiert, aufhören muss, bin ich damit einverstanden. (Alle die es anders machen, haben sowieso keine Ahnung von Marketing und Vertrieb) Aber der Gesetzgeber kann nicht wegen einer vielzahl von Idioten, den wenigen ehrlichen in diesem Business ihren Hauptverkaufsfaktor wegnehmen. Denn womit soll ich denn sonst werben?
Gehört Werbung nicht auch zur freien Marktwirtschaft, und diese zur Demokratie?
so wie du, sehe auch ich diesen Zustand. Auf der einen Seite werden fast 5 Millionen Arbeitslose beklagt, was natürlich auch eine schlechtere Wirtschaftslage mit sich zieht. Gleichzeitig aber, werden wieder Verbote und Gesetze erlassen, die dazu beitragen, beide Faktoren sogar zu verschlechtern. Sehr unlogisch, und bestimmt nicht im Sinne des Verbrauchers. Denn ein ehrliches und freundliches, dem an der anderen Leitung Sitzenden zuvorkommendes und nicht aufdringliches Verhalten, ist in jeder Hinsicht gewinnbringend und wirtschaftsfördernd. Was ist denn mit der Werbung im Fernsehen, die wird auch ohne direkte Zustimmung des Zuschauers am laufenden Band gezeigt. Wieviel Zeit, Geld und Nerven kostet das denn? Was ist dagegen schon ein Anruf, der schlimmstefalls 2 Minuten dauert, kostenlos ist und wo im Anschluss möglicherweise beide wissen, dass daraus nichts weiter entstehen wird, oder sich eben doch etwas interessantes draus entwickeln kann.Wie du schon sagtest, ein NEIN muss allerdings akzeptiert werden.
ich finde Telefonwerbung als solche in Ordnung, wenn ich als Adressat die Wahl habe, mich darauf einzulassen oder eben nicht. Und zwar bevor(!) ich alles stehen und liegen lasse, zum Telefon renne um dann zu erfahren, dass es sich um einen Werbeanruf handelt. Doch das ist nicht der Fall. Alle Call-Center-Anrufer rufen grundsätzlich anonym an. Ich habe keine Chance, diese Anrufe auf irgendeinem technischen Wege von anderen Anrufern zu unterscheiden, die ebenfalls anonym anrufen (ältere Leute, bei denen noch keine Rufnummernmitteilung geschaltet ist, o.ä.). Daher hinkt auch der Vergleich zur Fernsehwerbung: Bei dieser kann ich selbst entscheiden, ob ich mir ein durch Werbung finanziertes Fernsehprogramm anschaue oder nicht. Bei Telefonanrufen habe ich nur die Chance -wenn ich nicht durch derartige Anrufe gestört werden möchte- auf die Annahme ALLER Anrufe zu verzichten. Und somit auch auf diejenigen Anrufe, derentwegen ich ein Telefon besitze!
Auch die Eltern von Säuglingen haben häufig das Problem, ihren Nachwuchs mittags zum Schlafen zu bringen. Freunde nehmen Rücksicht darauf und vermeiden unnötige Anrufe um die Mittagszeit. Das ist leider bei Call-Centern nicht üblich.
Telefonwerbung ist also dann OK, wenn sie als selche durch einen speziellen, dann auch zu übermittelnden Nummernkreis gekennzeichnet ist und ich als Adressat in die Lage versetzt werde, gezielt diese Anrufe zu unterdrücken.
Damit wäre ich in der Lage frei zu entscheiden, ob ich diese Anrufe annehme.
Der gegenwärtig noch verbeitete Zustand von mehreren Werbeanrufen pro Tag ist nicht akzeptabel!
Mit freundlichen Grüßen
Sven Boneberger
kostet mal eben dem Betrieb bzw. mir 2,50 €. Die Anrufe können auch nicht geblockt werden, da ohne Kennung gesprochen wird, da hilft nur eines verbieten, oder wie ich es zwischenzeitlich mache, bei Versicherungen bin ich so interessiert, daß ich den Vertreter kommen lasse, bei sonstigen Anbietern bestelle ich und verweigere die Annahme, was natürlich Kosten verursacht.
Genau so halte ich es mit Werbefaxen.
Wohlgemerkt gegen einen einmaligen Anruf oder Fax mit einem guten Angebot ist nichts einzuwenden, aber nicht Werbung für immer das gleiche Prudukt oder Sache.
Von diesen Störungen abgesehen, bin ich häufiger unterwegs und leite daher meine privaten Anrufe für mich kostenpflichtig auf mein Mobiltelefon weiter, auch ins Ausland. Es entstehen bei durchschnittlich 4-6 dieser unerwünschten Anrufe pro Tag auch noch Kosten, die nicht zu vernachlässigen sind.
Es gibt offenbar keine andere Lösung sich im privaten Umfeld vor dieser Art von Belästung zu schützen, als ein entsprechendes Verbot!
Wir selbst betreiben seriösen Telefonverkauf, ausschließlich mit opt-in-Adressen (opt-in = Einverständnis der Kunden liegt vor)und distanzieren uns vom unseriösen Werbeanrufen, erst Recht zu unchristlichen Zeiten.