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Sperrung rechtsextremer Webseiten war rechtens

Martin Fiutak
|
17.12.04, 15:19 Uhr
Gericht: "Damit ist entschieden, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist"

Deutsche Behörden müssen gewaltverherrlichenden und rechtsextremen Inhalten im Internet nicht tatenlos zusehen. Das Internet mit seiner grenzüberschreitenden Wirkung ändere nichts an den Befugnissen der Ordnungsbehörden eines Landes, erklärte das Verwaltungsgericht Arnsberg in einem am Freitag veröffentlichten Urteil (Az.: 13 K 3173/02).

Damit gab das Gericht in einem ersten Urteil der Bezirksregierung Düsseldorf Recht, die die Webseiten von Anbietern aus den USA wegen Volksverhetzung und Kriegsverherrlichung hatte sperren lassen. Dagegen hatten 13 Internet-Provider geklagt.

Zwar säßen die für die strafrechtlich relevanten Inhalte Verantwortlichen in den USA, aber der Mediendienste-Staatsvertrag gebe die Möglichkeit, gegen die Provider vorzugehen und zumindest technische Sperren einzurichten, erklärte die Bezirksregierung in ihrer Reaktion. «Damit ist entschieden, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist», so die Bezirksregierung weiter. Sie hatte gegen insgesamt 76 Internet-Provider eine Sperrverfügung erlassen.

Einige davon hatten geklagt. Gegen das Urteil ist noch Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster möglich.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von paul
am 17. Dezember 2004, 23:10 Uhr
kleingeistige Provinzpose
«Damit ist entschieden, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist»
Würde so auch niemand behaupten - im Ergebnis ist das Urteil dieser provienziellen Kleingeister nicht anderes als ZENSUR ! Vor vielen Jahren vom Inet begeistert gerade weil hier endlich ein unabhängiges Mediem jedem zur Verfügung steht, weltweit. Mit Vor- und Nachteilen, dennoch. Schade um die Zeit, die ich als aktiver BürgerNetzler damit verbracht habe, solchen Provinzlern und der Industrie den Weg zu ebnen.
 
von Byte
am 20. Dezember 2004, 22:46 Uhr
AW: kleingeistige Provinzpose
Die Chinesen sperren ja auch Websites,
wo ihre Regierung das Gefühl hat
sie seien für ihre Bürger nicht geeignet.
Andere Länder andere Sitten.
Und natürlich eine andere Auffassung von Recht.
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