CBS INTERACTIVE BUSINESS SITES: ZDNET.DE | SILICON.DE
BEI SILICON.DE: Der Wochenrückblick in Bildern
ANZEIGE
 

Skype-Gründer reichen Urheberrechtsklage gegen Ebay ein

Michelle Meyers, Stefan Beiersmann
|
17.09.09, 12:20 Uhr
Die Klage richtet sich auch gegen die Käufer eines 65-Prozent-Anteils von Skype. Joltid verlangt Schadenersatz in Höhe von 75 Millionen Dollar täglich. Laut Ebay entbehrt die Klage jeglicher Grundlage.

Joltid hat bei einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Kalifornien Urheberrechtsklage gegen Skype eingereicht. Das neue, auf Peer-to-Peer-Software spezialisierte Unternehmen der Skype-Gründer Janus Friis und Niklas Zennström wirft der Ebay-Tochter vor, in den USA täglich mindestens 100.000-mal Joltids Patente zu verletzen.

Joltid fordert Unterlassung und Schadenersatz in Höhe von 75 Millionen Dollar täglich. Neben Ebay beschuldigt das Unternehmen auch die Investorengruppe, die eine Vereinbarung zur Übernahme von 65 Prozent an Skype unterzeichnet hat.

"Skype verletzt Joltids Urheberrechte", sagte ein Sprecher des Unternehmens. "Wir werden geistige Eigentumsrechte an unseren Technologien energisch durchsetzen." Ebay-Sprecher John Pluhowski erklärte, die Anschuldigungen und Forderungen entbehrten jeder Grundlage und basierten auf rechtlichen Fehleinschätzungen sowie falschen Fakten.

2006 hatte Ebay Skype für 2,6 Milliarden Dollar gekauft. Allerdings halten die Gründer Friis und Zennström weiterhin die Rechte an Skypes Peer-to-Peer-Technologie, der sogenannten "Global Index Software". Der Klage zufolge hat Joltid seine an Ebay erteilte Lizenz für die Nutzung der Technik zurückgezogen. Skype soll nicht genehmigte Versionen des Codes in seinen Besitz gebracht, Veränderungen daran vorgenommen und Dritten unerlaubt Einblick in den Code gewährt haben.

In einem separaten Verfahren hat Skype Joltid in Großbritannien wegen des Entzugs der Lizenz verklagt. Die Verhandlung soll im ersten Halbjahr 2010 beginnen. Laut Unterlagen, die Ebay zum Verkauf von Skype bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat, ist eine Einigung in dem Verfahren nur mit Zustimmung der Käufer von Skype möglich.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
3 von 4 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.
ANZEIGE

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei

  • Digg
  • Del.icio.us
  • Webnews
 
ANZEIGE
  • News
  • Artikel
  • Videos
  • Bilder
Lesermeinungen in News »

19. März 2010, 19:11 Uhr
das ...

... hört sich zumindest nach einem etwas anderen Ansatz als TwiFaceBuzz an, ist mehr » mehr...

zu Apple arbeitet an Social-Networking-Dienst "iGroups"

19. März 2010, 18:00 Uhr
Vorraussichtlich aus China?

"Google zieht sich am 10. April voraussichtlich aus China zurück." Aha? Da wir ja » mehr...

zu Google zieht sich voraussichtlich am 10. April aus China zurück

19. März 2010, 16:31 Uhr
Wegelagerei

Wenn die Telekom für sowas mehr Kohle von den Anbietern haben will so müsste im Umkehrschluß » mehr...

zu Bericht: Telekom will Geld von Anbietern datenintensiver Webdienste

Top-Themen bei ZDNet

Android gegen WM 6.5: Welches OS wird gewinnen?

Windows Mobile ist seit vielen Jahren im Markt etabliert. Doch Android schickt sich an, Microsoft Marktanteile... » mehr

Google Chrome: nützliche Add-ons und Alternativen

Zahlreiche Erweiterungen erhöhen die Funktionalität von Chrome. Mit einem Tool lässt sich der Datensammelleidenschaft... » mehr

ACTA-Abkommen: lückenlose Überwachung im Internet

In geheimen Beratungen haben 39 Staaten das ACTA-Abkommen verhandelt. Jetzt kommen die Details ans Licht.... » mehr