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Profi-Blogger leiden unter permanentem Stress

Britta Widmann
|
07.04.08, 09:47 Uhr
Erfolgsabhängige Bezahlung steigert den Druck

Blogger stehen unter andauerndem Druck, der sich auch auf ihre Gesundheit und Lebensqualität niederschlägt, berichtet die New York Times. Wie viele Blogger gegen Bezahlung arbeiten, ist unklar. Schätzungen reichen von einigen Tausend bis hin zu Zehntausenden. Aktuell gibt auch das frühe Ableben der beiden US-Blogger Marc Orchant und Russell Shaw im Alter von 50 und 60 Jahren Grund zur Annahme, dass beruflicher Stress mit ihrem Tod zu tun haben könnte.

Ein Problem, unter dem viele Blogger leiden, ist das Verschmelzen von Arbeitsplatz und Wohnung. Die meisten Weblog-Autoren erledigen ihre Arbeit nicht in einem Büro, sondern zuhause. Die daraus entstehenden ungeregelten Arbeitszeiten führen oft zu dem Gefühl, keine Freizeit zu haben.

Außerdem ist es für die Web-2.0-Profis essenziell, Neuigkeiten möglichst schnell zu veröffentlichen. Wer zuerst interessante Berichte liefert, kann auch mit einer höheren Anzahl an Klicks und damit auch mit einem größeren Interesse von Werbekunden rechnen. Dieser Druck, sich in einem niemals enden wollenden Informationsfluss zu befinden, über den es zu berichten gilt, führt bei vielen zu gesundheitlichen Problemen. Viele klagen über Gewichtszu- oder -abnahme, Schlafstörungen oder Erschöpfung.

Ein Faktor, der den Druck auf professionelle Blogger noch erhöht, ist die Bezahlung. Für einige kann ihr Weblog zu einer lukrativen Einnahmequelle werden, andere bekommen lediglich zehn Dollar pro Beitrag, was sie zu einem großen Output an Artikeln zwingt. Wer Blogs für größere Seiten schreibt, verdient zu Beginn ungefähr 30.000 Dollar pro Jahr und kann sich zu einem Einkommen von 70.000 Dollar hocharbeiten.

Einige Unternehmer haben sich kleine Blog-Imperien aufgebaut, mit denen sie sogar mehrere tausend Dollar im Monat verdienen. Viele andere können froh sein, wenn sie die 1000-Dollar-Grenze nicht unterschreiten.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Diddmaster
am 7. April 2008, 10:10 Uhr
Was für ein Zerfleischungskampf
Traurige Kultur, die sich da entwickelt hat.
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