Internet produziert so viel CO2 wie Flugverkehr
Der Stromverbrauch des Internets verursacht inzwischen ebenso viel CO2 wie der weltweite Flugverkehr, haben Experten berechnet. "Bereits im Jahr 2005 wurden rechnerisch weltweit rund 20 Eintausend-Megawatt-Großkraftwerke allein dafür benötigt, um den Strombedarf des Internets und der zugehörigen Datenzentren zu decken", erklärt Joachim Lohse, Geschäftsführer des Freiburger Öko-Instituts gegenüber der Zeitung Die Welt. Zwischen den Jahren 2000 und 2005 habe sich der Stromverbrauch des Internets verdoppelt, die Datenmenge hätte sich sogar alle vier Monate verdoppelt.
Laut Berechnungen der New York Times braucht jede Suchanfrage bei Google soviel Strom wie eine Energiesparlampe in einer Stunde. Auch der Stromverbrauch eines Second-Life-Avatars ist nicht zu unterschätzen. Wenn man den Verbrauch des Spielercomputers sowie der 4000 Second-Life-Server berücksichtigt, ergibt dies einen Jahresverbrauch von 1752 Kilowattstunden pro Avatar. Umgerechnet bedeutet dies einen CO2-Ausstoß von 1,17 Tonnen pro Jahr, wie der US-Autor Nicholas Carr berechnet hat.
Bei den momentanen Strompreisen stellen der hohe Strombedarf und der rasante Anstieg der Datenmengen für Unternehmen mit großen Servern hohe Kostenfaktoren dar. Große Konzerne wie Google und Ebay zahlen monatlich Stromrechnungen in der Höhe mehrerer Millionen Dollar. Da Serverfarmen zusätzlich auch Strom zur Kühlung brauchen, steigt der Bedarf noch weiter. Um den Klimawandel durch hohen CO2-Ausstoß nicht noch weiter anzukurbeln, ist das deutsche Unternehmen Strato nun auf Strom aus Wasserkraft umgestiegen. Auf den Strato-Rechnern liegt ungefähr ein Viertel des deutschen Internets.
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Die Einsparung wird angezeigt!
www.blackle.de
Gruss
Ceekay
Ich kann um das CO2 gehabe nichts mehr hören. Es nervt überall und jeder.
Es gibt auch Gegenstudien, die diese ganzen Behauptungen wiederlegen.
Sicherlich wird viel Panik beigemischt und vieles ist auch nur dazu da, um Einschaltquoten und Auflagen zu erhöhen. Aber die Realität ist da nicht so weit weg von. Die eine Abfrage bei Google nicht 1,17 Tonnen CO2 ausstoßen, das ist Humbug! Aber zu beachten ist nunmal, dass die Voraussetzung für eine Abfrage ein laufendes System ist, und da die Abfrage irgendwann kommt, muss das System auch entsprechend rund um die uhr laufen. Und das ist wohl damit gemeint. Man nehme den Gesamtverbrauch, der eine gewisse Menge an CO2 freisetzt, um produziert werden zu können. Diesen teile ihn durch die Anzahl der Anfragen und schon hast du einen "pro Anfrage-Wert". Ich sehe da noch ganz woanders Einsparpotenziale. Hinweis Flatrate! Auch wenn ich nich am Rechner bin, läuft der - hab ja ne Flatrate...
Ja wozu nur? Wenn ich nich am PC arbeite oder gerade mal ein (unbeaufsichtigter) Download läuft, ist die Kiste aus. Das spart pro Jahr allein bei mir so um die 600 kWh. Das rechne mal hoch! Und da kannste dann sehen, was die kleinen User unnötiger Weise für CO2-Schleudern sind. Adlerauge sei wachsam und schalte ab und zu den Strom ab und das Gehirn ein!
Und das ist bei Leibe kein Öko-Gequatsche! Nein! Es ist die Realität. Irgendwann kommt jeder da mal an - in der Realität.
Grundsätzlich ist Engeriesparen ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Allerdings werden die "grünen Wunschträume" nichts an der Realtität des Energiebedarfs ändern. Nur eine bedarfsgerechte (!), ökologisch und ökonomische Produktion wird sich durchsetzen (= z. B. Atomkraft o. ä.).
Weiterhin frage ich mich, warum ein Fachmagazin wie zdnet hier nicht auch von Ökobilanzierung berichtet ? Wie viel CO2 hat das Internet schon eingespart ???
Es geht auch gar nicht darum, nicht mehr zu surfen oder zu "googeln", es geht einfach darum, bewusster mit der Technologie (und mit Energie) umzugehen. Dazu gehören energiesparende Prozessoren, Gehäuse(-Lüfter), Grakas, Festplatten, Bildschirme, Netzteile etc. Und, wie schon angesprochen, das Ausschalten des PCs bei Nichtbenutzung, oder wenigstens Monitor, Prozessor und Platte in den Stand-By zu versetzen.
Es hat auch keinen Sinn, durch Ignoranz die Faktenlage zu negieren und genervt wegzusehen. Verantwortung fängt in erster Linie bei uns selbst an. Warum in aller Welt müssen die Autohersteller sinnlose SUVs bauen? Warum können Motore nicht 3 Liter und weniger verbrauchen? Ich sage nur: Lobbyismus, Interessenlagen und Geldgier.
In diesem (grünen) Sinne
Ceekay
P.S.: Ach ja, und dass Kernkraft die Lösung unserer Energieprobleme sein soll, ist ja wohl der totale Lacher. Uran wird eher zur Neige gehen als Öl, mal von den riskanten, teuren und unsäglichen Brennstabtransporten durch die halbe Welt einmal abgesehen.
Wenn jeder Kleinbetrieb so handel würde, wäre das auch eine enorme Ersparrniss. Klar, ein größerer Betrieb hat auch am Wochenende den Bedarf. ABer viele sollten sich wirklich mal fragen, ob es nicht reine Faulheit ist die Kisten 24/365 laufen zu lassen.