CBS INTERACTIVE BUSINESS SITES: ZDNET.DE | SILICON.DE
BEI SILICON.DE: In Bildern: Der silicon.de Wochenrückblick
ANZEIGE
 

Handy liest Wikipedia-Artikel vor

Martin Fiutak
|
24.01.07, 13:57 Uhr
Entwickler beschreiben Sprachausgabe als "charmant holprig"

Per SMS-Abfrage können Handyanwender ab sofort auf eine Sprachausgabe der Online-Enzyklopädie Wikipedia zugreifen. Wer sich unterwegs über einen Begriff informieren möchte, schickt das Suchwort per SMS an eine deutsche Mobilfunknummer. Nach wenigen Minuten kann der angeforderte Artikel über eine deutsche Festnetznummer abgerufen, also angehört werden.

Erfinder des innovativen Dienstes ist Andreas Bischoff von der Fern-Universität Hagen, der bereits im Frühjahr vergangenen Jahres mit einer Online-Sprachausgabe des beliebten Nachschlageportals gestartet war.

"Die Idee hinter dem Projekt ist es, Informationen überall und auf verschiedene Art und Weise zugänglich zu machen", sagt Bischoff. Gerade für die Sprache als Ausgabemedium von Informationen existierten derzeit noch viel zu wenige Schnittstellen für Benutzer. Aus dieser Überlegung heraus gründete der Wissenschaftler das Sprachausgabeportal Pediaphon, das auch als Grundlage für den neuen mobilen Service dient.

Über Pediaphon können alle Wikipedia-Texte in gesprochene MP3-Dateien oder Podcasts umgewandelt werden. Diese lassen sich direkt online anhören, können aber auch auf MP3-Player und Ipods heruntergeladen und gespeichert werden. Die Umwandlung und Ausgabe des geschriebenen Textes übernimmt eine Open-Source-Sprachsoftware. Um der Software bei der Umwandlung möglichst wenige Probleme zu bereiten, kommt ein von Bischoff entwickeltes heuristisches Programm zum Einsatz. Es befreit den Originaltext von Bildern, Tabellen und anderen Sonderzeichen, welche die Sprachumwandlung behindern würden.

Derzeit ist der Dienst sowohl für die englische als auch die deutsche Version der Wikipedia verfügbar. Die für das deutsche Bundesgebiet optimierten Telefonnummern, die auf der Pediaphon-Seite zu finden sind, seien ein erster Versuch, die Sprachausgabe vom Handy aus verfügbar zu machen.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?

Lesermeinungen zum Artikel

 
von mir doch egal
am 24. Januar 2007, 21:24 Uhr
Das vorgelesene ist kaum verständlich
Man kann ja dem Pediaphone-Link folgen und dann das als MP3 Datei herunterladen. Ich habe das mal mit dem Artikel zu "Wasser" gemacht. Die Audio Datei ist über 30 Minuten lang und kaum verständlich, da es eine billige Computerstimme ist. Ich habe ein Kinder-Programm von 1995 ("Schreiben Malen Zeichen"), welches wesentlich besser vorlesen kann.
ANZEIGE

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei

  • Digg
  • Del.icio.us
  • Webnews
 
ANZEIGE
  • News
  • Artikel
  • Videos
  • Bilder
Lesermeinungen in News »

13. März 2010, 10:03 Uhr
AW: Werbung / Kinder-Portale

Sollen die Eltern etwa bei jeder Internetseite, die ihr Kind ansurft, mit dabei sein » mehr...

zu Verbraucherzentrale geht gegen unzulässige Werbung auf Kinder-Portalen vor

13. März 2010, 00:36 Uhr
AW: Postbank Service

Ich empfinde die Vorgehensweise der Postbank als Nötigung und massive Einschränkung » mehr...

zu Postbank macht Mobile-TAN für Überweisungen ab 1000 Euro verpflichtend

Top-Themen bei ZDNet

Warum Android besser ist als Apples unflexibles iPhone OS

Im wachsenden Smartphone-Segment wird mit Patentklagen gekämpft. Die jungen Betriebssysteme iPhone OS... » mehr

Samsung N220: Pine-Trail-Netbook mit starkem Akku

Samsung verspricht für das N220 eine Laufzeit von acht Stunden abseits der Steckdose. Der ZDNet-Test... » mehr

Browserwahl: Alternativen für den lahmen Microsoft-Browser

Mit der von der EU verordneten Auswahlbox unter Windows soll mehr Wettbewerb im Browsermarkt entstehen.... » mehr