CBS INTERACTIVE BUSINESS SITES: ZDNET.DE | SILICON.DE
BEI SILICON.DE: Wie wird SAP wieder glücklich?
ANZEIGE
 

Umfrage: Mitarbeiter zeigen sich offen für Bestechung

Dancho Danchev, Stefan Beiersmann
|
30.04.09, 08:51 Uhr
Fast zwei Drittel der Angestellten würden für eine Million Pfund sensible Firmendaten verkaufen. Fünf Prozent ließen sich für einen neuen Job bestechen. Mehr als 70 Prozent der Befragten haben Zugriff auf Kundendatenbanken und Geschäftspläne.

Wie das SC Magazine berichtet, haben sich bei einer Umfrage unter Angestellten auf der Konferenz Infosecurity Europe in London 37 Prozent der Teilnehmer als bestechlich bezeichnet. 63 Prozent der möglichen Geheimnisverräter würden sensible Daten ihres Arbeitgebers verkaufen, wenn sie dafür mindestens eine Million britische Pfund (1,11 Millionen Euro) erhielten.

Weitere 10 Prozent würden Firmengeheimnisse an einen Mitbewerber verraten, wenn dieser bereit wäre, ihre Hypothek abzuzahlen. 5 Prozent nannten als Preis für eine Bestechung einen neuen Job, weitere 5 Prozent eine Urlaubsreise. 4 Prozent verlangten die Übernahme ihrer Kreditkartenschulden.

Der Studie zufolge sind die Befragten in der Lage, umfangreiche Daten ihrer Arbeitgeber zu verkaufen. 83 Prozent haben Zugriff auf Kundendatenbanken, 72 Prozent auf Geschäftspläne und 53 Prozent auf ein Buchhaltungssystem. Immerhin noch 31 Prozent verfügten über einen Zugang zu Administrator-Passwörtern ihres IT-Systems.

Die Zahl von 63 Prozent der Mitarbeiter, die eine Bestechung ablehnten, bezeichnete Tamar Beck, Group Event Direktor von Infosecurity Europe, als ermutigend. Allerdings dürften sich Unternehmen nicht auf die Ehrlichkeit der Menschen verlassen, wenn es um den Schutz ihrer Vermögenswerte gehe. Kriminelle seien sehr geschickt darin, für Bestechung anfällige Mitarbeiter zu finden, weswegen Unternehmen adäquate Technologien und Maßnahmen einsetzen müssten, um ihre vertraulichen Daten zu schützen.

Im Februar hatte eine Studie des Ponemon Institute gezeigt, dass Datendiebstähle auch unter ehemaligen Mitarbeitern eines Unternehmens weit verbreitet sind. 60 Prozent von 950 Befragten erklärten, sie hätten bei ihrer Entlassung unerlaubt vertrauliche Daten mitgenommen.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
3 von 3 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.
ANZEIGE

Trackbacks und Pingbacks

TrackbackTrackback-URL:

Link zum Artikel setzen bei

  • Digg
  • Del.icio.us
  • Webnews
 
ANZEIGE
  • News
  • Artikel
  • Videos
  • Bilder
Lesermeinungen in News »

9. Februar 2010, 16:52 Uhr
AW: AW: Google StreetView Polemikmache

Google und die Datensammlung sind sicher kritisch zu beobachten. Ein Opt-in ist aber » mehr...

zu Verbraucherministerin Aigner will gegen Google Streetview vorgehen

9. Februar 2010, 15:50 Uhr
Es wird immer Besser

Es gibt immer mehr postive Nachrichten über das Handy. Man müsste allerdings warten » mehr...

zu Google startet Support-Hotline für Handy Nexus One

8. Februar 2010, 22:07 Uhr
AW: Ebay macht Rückzieher

Genau so ist es , ich ziehe mich dann zurück als Verkäufer. » mehr...

zu Ebay macht Rückzieher bei Versandkostenregelung

Top-Themen bei ZDNet

Nvidia Optimus: Durchbruch für Hybrid-Grafik im Notebook

Bildflackern beim Wechsel, Fehlermeldungen von Anwendungen und die Notwendigkeit, manuell eingreifen... » mehr

BSI-Grundschutz: Lohnt sich die Umsetzung doch?

Die aufkeimende Kritik am IT-Gundschutz des BSI weisen Befürworter entschieden zurück. Das Zertifizierungsverfahren... » mehr

Frisch im Regal: neue Handy-Modelle im Februar

Den Höhepunkt der Februar-Modelle markiert Nokias Symbian-Handy X6 mit 16 GByte Speicher. Sony Ericsson... » mehr