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Bericht: Google-Angreifer gaben sich als Freunde von Mitarbeitern aus

Elinor Mills, Stefan Beiersmann
|
26.01.10, 12:06 Uhr
Die Hintermänner spionierten über soziale Netze das Umfeld ihrer Opfer aus. Über eine populäre Instant-Messaging-Anwendung verschickten sie Links auf Malware. Google hat bisher keine Hinweise auf eine Insider-Beteiligung gefunden.

Schmuckbild Google-Angriff aus China

Die Hintermänner der Angriffe auf Google und andere Unternehmen haben angeblich soziale Netzwerke benutzt und sich darüber als Freunde von Mitarbeitern ausgegeben. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf Experten für Cybersicherheit.

"Die wichtigste Entdeckung ist, dass die Angreifer Mitarbeiter der Unternehmen mit Zugriff auf geschützte Daten ausgewählt haben, um dann deren Freunde zu finden", heißt es in einem Bericht der Financial Times. "Die Hacker haben die Konten der Freunde bei sozialen Netzen kompromittiert und gehofft, damit die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass eines ihrer Ziele auf einen der zugesandten Links klickt."

McAfee-CTO George Kurtz erklärte gegenüber der Financial Times, die Hacker hätten in Vorbereitung auf die Angriffe ausgekundschaftet, wer die verantwortlichen Personen in den Unternehmen seien und wie man sie kontaktieren könne. Jemand habe sich die Mühe gemacht, unter den Freunden nach potenziellen "Mithelfern" zu suchen. Die Angreifer hätten dann eine populäre Instant-Messaging-Anwendung verwendet, um Malware-Links an die ausgesuchten Mitarbeiter zu verschicken.

HIGHLIGHT
Die chinesische Regierung hat einen Angriff auf Google und andere Firmen gestartet, wie man ihn bisher nicht kannte. ZDNet erläutert die Details des Zusammenspiels von Malware und gezielt platzierten Spionen in Unternehmen.

Google hatte die Angriffe auf sein Netzwerk vor zwei Wochen bekannt gemacht. Dabei wurden geistiges Eigentum und Daten von Menschenrechtsaktivisten gestohlen, die Googles E-Mail-Dienst nutzen. Die Attacken sollen insgesamt mehr als 30 Unternehmen betreffen, darunter auch Adobe.

Eine Google-Sprecherin erklärte zu dem Bericht, ihr Unternehmen werde keine Stellungnahme abgeben, da eine Untersuchung der Vorfälle noch andauere. "Wir können auch die Erkenntnisse, die McAfee möglicherweise bei anderen Unternehmen gesammelt hat, nicht kommentieren." Es seien aber bisher keine Anzeichen für eine Beteiligung von Insidern aufgetaucht.

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