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Linux-Entwickler: Kernel 2.6 wird fehlerhafter

Martin Fiutak
|
08.05.06, 07:57 Uhr
Künftig mehr Zeit für Reparaturen nötig

Andrew Morton, Chefentwickler bei Linux.org, ist besorgt über eine steigende Fehlerquote bei Linux-Kernel Version 2.6. Im Rahmen des "Linuxtag 2006" in Wiesbaden kündigt er Aktionen an, um die Probleme zu lösen. "Langsam aber sicher wird der Kernel 2.6 fehlerhafter. Wie es aussieht, kommen mehr Bugs dazu als wir reparieren", so Morton bei dem Stelldichein der Linux-Community.

Statistische Daten zu den Fehlern gebe es zwar noch nicht, sagt der Chefentwickler, er schließe seinen Standpunkt aus Fehlerberichten, die ihm per E-Mail zugesandt werden. Sobald es stichhaltige Beweise für höher Fehlerquoten gibt, werde man die Kernel-Entwicklung möglicherweise kurzzeitig stoppen, um an den Bugs zu arbeiten.

Ein Problem sei, dass die Entwickler an der Behebung von Fehlern nicht sonderlich interessiert seien. Vor allem bei Hardware, die nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entspricht, sei die Motivation bei Entwicklern und Arbeitgebern gering, sagt Morton.

Bei seiner Keynote erklärte Morton den Prozess der Kernel-Entwicklung. Wer seinen Code integrieren will, der solle ihn an ihn statt an Linux Torwalds schicken. Morton betreut die "-mm" Code-Abteilung, in der Patches getestet werden bevor die dem Entwicklungs-Kernel, das Torwalds untersteht, beigefügt werden.

tags iconTags: linux
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Lesermeinungen zum Artikel

 
von ???
am 8. Mai 2006, 08:27 Uhr
Ach
sieh mal einer an.
 
von Robert Wellmann
am 8. Mai 2006, 09:39 Uhr
AW: Ach
Hätte jemand vor 1 oder 2 Jahren geschrieben, dass die Anzahl Fehler mit der Komplexität steigt, wäre man gesteinigt wurden.

Hätte jemand vor 1 oder 2 Jahren geschrieben, dass die Anzahl gefundener Bugs und Sicherheitslücken mit dem Verbreitungsgrad steigt, wäre man gesteinigt wurden.

 
von Ich
am 8. Mai 2006, 12:37 Uhr
AW: AW: Ach
Genau so siehts aus :-)
 
von juergen
am 8. Mai 2006, 13:02 Uhr
Treiber
es scheint hier Leute zu geben, die jetzt schon das Ende von Linux sehen. Ich halte das für ein bischen zu früh. Man kann hier wahrscheinlich noch nicht mal von einer Krise sprechen und selbst wenn es sich zu einer Krise herauskristalisiert wird es Wege geben das zu beheben. Krisen sind oft der Anreiz für Fortschritte und Innovationen.
Wer sich den Kernel in letzter Zeit mal heruntergeladen hat wird erstaunt sein, welchen Umfang die Sourcen mittlerweile angenommen haben. Gepackt sind das mittlerweile 30-40 Megabyte!
Das Meiste davon dürfte auf die Treiber-Sourcen entfallen.
Ich denke, dass sich hier mittel- bis langfristig etwas tun wird (bessere Modularisierung o.ä).
 
von Robert Wellmann
am 8. Mai 2006, 13:13 Uhr
AW: Treiber
Es geht nicht um den Tod von Linux, noch ist Linux im Servermarkt verbreitet und bleibt es die nächsten Tage auch. Aber vor 1 oder 2 Jahren wurde man gesteinigt wenn man etwas gegen Linux gesagt hat. Linux war DAS perfekte BS, völlig fehlerlos. Und ohne Sicherheitslöcher. Die hat nur MS. Und Windows muß abwärtskompatibel bleiben, daran wird sich auch Linux die Zähne ausbeißen. Auch MS hat die meisten Probleme dank der Treiber ...
 
von Ich sag einer Maschine doch nicht meinen Namen
am 8. Mai 2006, 17:39 Uhr
AW: AW: Treiber
Ich schließe mich meinen Vorgängern an. Das Ende von Linux ist dies noch lange nicht, nur weil der Kernel fehlerhafter wird. Nur, wenn die Programmierer schliechtweg "null Bock haben" es anständig zu machen, könnte es vielleicht abwärts gehen. Ich kenn zwar die Struktur des Kernels nicht, aber ich denke, schon alleine einen solchen zu Programmieren ist Arbeit die Zeit frisst - Und das nicht zu wenig. Da würde ich es schon verstehen, dass man da als Programmierer etwas angekratzt reagiert, wenn man von jemandem außerhalb kritisiert wird.
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