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Google-Handy Nexus One zensiert Schimpfwörter

Chris Matyszczyk, Björn Greif
|
25.01.10, 17:36 Uhr
Die Spracheingabe ersetzt Kraftausdrücke durch Rautezeichen. Für Google stellt die Einschränkung eine Sicherheitsmaßnahme dar. Dadurch soll verhindert werden, dass das Handy harmlose Eingaben versehentlich in Schimpfwörter umwandelt.

Zu den innovativsten Funktionen des Google-Smartphones Nexus One zählt die Spracheingabe. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, weigert sich das Handy jedoch, gesprochene Schimpfwörter in Text umzuwandeln. Stattdessen ersetzt es Kraftausdrücke automatisch durch Rautezeichen.

Beispielsweise macht die Spracherkennungssoftware des Nexus One aus der saloppen Verneinung einer fragwürdigen Behauptung kurzerhand "that's bull#### and you know it".

Angesichts Googles jüngster Äußerungen zu Chinas Zensurmaßnahmen sorgt die Schimpfwörter-Zensur durch den Internetkonzern in der Internet-Community für allgemeines Schmunzeln. Nach eigener Aussage will sich Google jedoch nicht zum Moralapostel und Weltverbesserer aufschwingen, sondern begründet die Funktion mit der noch nicht ausgereiften Technik der Spracheingabe.

"Wir filtern beleidigende oder unangebrachte Ausdrücke heraus, weil wir vermeiden wollen, dass Spracheingaben falsch erkannt werden und versehentlich Schimpfwörter erscheinen, obwohl der Anwender etwas völlig Harmloses gesagt hat", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Ziel sei es, alle Spracheingaben korrekt als Text wiederzugeben. Man arbeite mit Hochdruck daran, die Technik dahingehend zu verbessern.

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