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Irischen Filesharern droht künftig Internetsperre

Björn Greif
|
30.01.09, 17:02 Uhr
Musikindustrie einigt sich vor Gericht mit Provider Eircom

Der größte irische Internetprovider Eircom hat sich im Rechtsstreit mit den vier großen Major Labels EMI, Universal, Warner Music und Sony BMG bereit erklärt, künftig aktiv gegen illegales Filesharing vorzugehen. Das berichtet der Technologie-Blog yourtechstuff.com.

Eircom will in Zukunft gegenüber seinen Nutzern eine sogenannte Three Strikes Policy durchsetzen, sobald der Provider von der Musikindustrie über illegale Filesharing-Aktivitäten informiert wurde: Beim ersten Verstoß teilt das Unternehmen dem Besitzer der betroffenen IP-Adresse mit, dass er eine Urheberrechtsverletzung begangen hat. Im Wiederholungsfall droht der Provider dem Nutzer zunächst mit einer Sperrung seines Anschlusses, bevor bei einer weiteren Zuwiderhandlung die IP-Adresse endgültig abgeschaltet wird.

Trotz dieser Zugeständnisse an die Irish Recorded Music Association (IRMA), welche die Rechte der vier großen Plattenfirmen in Irland vertritt, spricht Eircom hinsichtlich des Prozessausgangs von einem Erfolg: "Ursprünglich wollten die Musikkonzerne uns dazu zwingen, einen Filter in unser Netzwerksystem zu integrieren, der einen illegalen Datenaustausch verhindert", sagte Eircom-Sprecher Paul Bradley. "Stattdessen müssen sie jetzt aber selbst herausfinden, wer unser Netzwerk für illegales Filesharing missbraucht. Das ist ein großer Unterschied."

Bislang hätten die Labels Beweise für einen Gerichtsbeschluss vorlegen müssen, um einem Filesharer das Internet sperren zu lassen, so Bradley weiter. "Nach der jetzigen Einigung müssen sie mit Beweisen zu uns kommen und uns davon überzeugen, das unser Kunde illegal Dateien getauscht hat."

Wie der internationale Verband der Musikindustrie (IFPI) auf seiner Website mitteilt, werden die Plattenfirmen in Absprache mit Eircom "alle notwendigen Schritte" unternehmen, um mit allen anderen irischen Internet-Service-Providern ähnliche Vereinbarungen zu treffen. Damit sind auch weitere Gerichtsverfahren möglich.

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Lesermeinungen in News »

19. März 2010, 19:11 Uhr
das ...

... hört sich zumindest nach einem etwas anderen Ansatz als TwiFaceBuzz an, ist mehr » mehr...

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