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Google schließt sechs Musik-Blogs

Greg Sandoval, Jan Kaden
|
12.02.10, 18:01 Uhr
Die Betreiber sollen gegen Urheberrecht verstoßen haben. Einige der Blogger sehen sich zu Unrecht ausgeschlossen. Google lehnt eine Stellungnahme ab.

Google hat sechs Musik-Blogs aus seinem Dienst Blogger entfernt. Den Betreibern wirft es vor, dass sie mit der Veröffentlichung von Raubkopien gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Dienstes verstoßen hätten.

Google wollte zu dem Vorfall bislang keinen Kommentar abgeben. Die betroffenen Blogs heißen "Living Ears", "I Rock Cleveland", "Pop Tarts", "Masala", "To Die By Your Side" und "It's a Rap".

Einige der betroffenen Blog-Betreiber fühlen sich zu Unrecht beschuldigt. Ein Autor, der angibt, zu "I Rock Cleveland" zu gehören, schreibt im Support-Forum von Blogger: "Als Musik-Blogger ist es mir klar, dass ich immer riskiere, gegen Regeln und Vorschriften des Digital Millennium Copyright Act (DMCA) zu verstoßen. Ich versichere Euch aber, dass alles, was ich - sagen wir - in den vergangenen zwei Jahren gepostet habe, entweder von einer Marketing-Firma, direkt vom jeweiligen Label oder sogar vom Künstler selbst kam."

Google-CEO Eric Schmidt zwischen Doug Morris von der Universal Music Group (links) und Rolf Schmidt-Holtz von Sony Music Entertainment (Bild: News.com)
Google-CEO Eric Schmidt zwischen Doug Morris von der Universal Music Group (links) und Rolf Schmidt-Holtz von Sony Music Entertainment (Bild: News.com)

Es ist nichts Neues, dass Google Sites wegen mutmaßlicher Urheberrechtsverletzungen vom Netz nimmt. Das Unternehmen beteuert schon seit langem, es halte sich an den Digital Millennium Copyright Act. Der schreibt vor, das Internet Service Provider (ISP) raubkopierte Inhalte entfernen müssen.

Google sagt, dass es DMCA-Beschwerden an die beschuldigten Blogger weiterleitet. Kommen die Verstöße häufiger vor, müssen ISP die mutmaßlichen Täter vom jeweiligen Dienst ausschließen. Andernfalls drohen harte Konsequenzen. 2007 wurden Google und Youtube von Viacom auf eine Milliarde Dollar Schadenersatz verklagt, weil ihr Vorgehen nicht vom Digital Millennium Copyright Act gedeckt sei.

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Lesermeinungen zum Artikel

 
von Zensurfeind
am 13. Februar 2010, 01:02 Uhr
Urheberrecht = Kulturelle Zensur
Unglaublich dass das Urheberrecht dazu benutzt werden kann einfach so eine kulturelle Zensur zu betreiben.

Bei Youtube ist es ja mitlerweile so schlimm das ganze accounts geschlossen werden wenn irgendjemand behauptet das ein Video gegen das Urheberrecht verstoßen würde selbst wenn diese Behauptung gar nicht stimmt.

Wie lange müssen wir noch ertagen das einfach so legale Inhalte gelöscht und zensiert werden ?
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