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Google richtet öffentlichen DNS-Server ein

Rupert Goodwins, Stefan Beiersmann
|
04.12.09, 13:11 Uhr
Er arbeitet angeblich schneller als Nameserver anderer Anbieter. Zudem soll Google Public DNS die Sicherheit im Internet verbessern. Der Dienst enthält weder Filter noch Sperren.

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Google bietet ab sofort einen öffentlichen DNS-Server an. Er soll die Nameserver ersetzen, die Internet Service Provider oder Unternehmen zur Verfügung stellen. Nach Angaben des Suchanbieters ist der neue DNS-Dienst schneller und sicherer als Nameserver anderer Anbieter.

Das Domain Name System (DNS) ist ein wichtiger Bestandteil des Internets. Es übersetzt die gebräuchlichen Domainnamen in die numerischen Adressen des Internetprotokolls.

"Unsere Forschungen haben gezeigt, dass Geschwindigkeit für Internetnutzer sehr wichtig ist", schreibt Prem Ramaswami, Produktmanager für Google Public DNS, in einem Blogeintrag. So soll Google Public DNS in der Lage sein, viele DNS-Anfragen in der Zeit zu beantworten, die ein Datenpaket von einem Client-Computer zu Googles Server und wieder zurück benötigt. Zudem nutzt der Suchanbieter zufällige Groß- und Kleinschreibung bei der Namensauflösung, um das Risiko von Spoofing-Angriffen zu verringern.

HIGHLIGHT
Dass eine verteilte Datenbank wie DNS sich unglaublich gut eignet, um Internetinhalte zu fälschen, ist spätestens seit der Debatte um das Internetzensurgesetz einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Jetzt hat Google diesen Dienst für sich entdeckt - als Datenkrake.

Laut Google ist Public DNS zu den DNS-Standards kompatibel. Der Dienst enthalte keinerlei Sperren, Umleitungen oder Filter, die das Nutzererlebnis beeinträchtigen könnten. Seine Erfahrungen mit dem DNS-Server will Google mit anderen DNS-Anbietern teilen.

Nutzer, die Googles Public DNS testen wollen, müssen ihre Netzwerk- oder Routereinstellungen ändern und die Adressen 8.8.8.8 und 8.8.4.4 verwenden. Google empfiehlt, dass nur erfahrene Anwender die Änderungen vornehmen. Zudem sollten Tester ihre aktuellen Einstellungen sichern, um sie bei Bedarf wiederherstellen zu können.

tags iconTags: security, google
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37 von 40 Lesern fanden diesen Artikel nützlich.

Lesermeinungen zum Artikel

 
von Kalle
am 5. Dezember 2009, 20:02 Uhr
Totale Kontrolle
Wer sagt denn, das Google nicht jede DNS Anfrage protokollier ?
D.h. Google weiss - wer (IP-Adresse) wann - welcher domain-namen aufgelöst hat.
Mir wird Google damit zu mächtig.

Die Argumentationen von Google (sicherer und schneller) sind doch Blödsinn, Google möchte nur das Nutzerverhalten besser analysieren und daraus ggf. Dienstleistungen/Informationen an web-seiten Betreiber verkaufen.
 
von Felix
am 6. Dezember 2009, 09:11 Uhr
AW: Totale Kontrolle
Genau das selbe hab ich auch gedacht. Mit einem DNS Dienst hat Google wieder ein Stück mehr Überwachung des Internets erreicht.
 
von Franz-Josef Plaßmann
am 7. Dezember 2009, 12:47 Uhr
ein schneller öffentlicher DNS-Server
ist das nicht. Da gibts aber deutlich schnellere Antwortzeiten.
 
von Steffen
am 9. Dezember 2009, 14:41 Uhr
Der gläserne User
Mhh irgendwie finde ich es ja Interesannt, dass Google das so nach und nach schafft was der Staat schon lange versucht, aber Dank der Datenschützer bis jetzt noch nicht geschafft hat.
Über eine Massen Vorratsspeicherung seiner Daten regt sich jeder auf, aber google ist ja toll. ;)
Für mein Dafürhalten ist es aber nichts anderes, was google da macht, eher noch viel Schlimmer und Umfangreicher.
Fehlt ja nurnoch die Google Payback Karte und der Google Telefonanschluss dann kann Google analysieren bis der Arzt kommt und weiß fast alles über dich.

Naja mal gespannt was da noch von der Datenkrake kommt.

mfg Steffen
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