ARMs nächste Cortex-Generation bekommt Server-Funktionen

(http://www.zdnet.de/news/41537577/arms-naechste-cortex-generation-bekommt-server-funktionen.htm)

von Rupert Goodwins und Florian Kalenda, 10. September 2010

Sie ist superskalar und unterstützt Hardwarevirtualisierung ebenso wie On-Chip-Fehlerkorrektur. Die Taktrate beträgt 2,5 GHz. Der als "Eagle" entwickelte Cortex A15 ist für "Superphones", kleine Server und WLAN-Ausrüstung konzipiert.

Eine Prozessoreinheit von
Eine Prozessoreinheit von "Eagle" kann bis zu vier Kerne enthalten, mehrere lassen sich über AMBA 4 zusammenschalten (Bild: ARM).

ARM[1] hat in San Francisco Details seines kommenden Prozessordesigns Cortex A15 mit 2,5 GHz öffentlich gemacht. Der Chip mit dem Codenamen Eagle[2] wird sowohl mit 28 als auch 32 Nanometern Strukturbreite von IBM[3], Globalfoundries[4] und Samsung[5] gebaut werden können. Er enthält einen superskalaren[6] Kern, also einen, der in der Lage ist, mehrere Befehle aus einem Befehlsstrom gleichzeitig zu verarbeiten.

ARM zufolge wird der A15 bis zu fünfmal so schnell arbeiten wie der A9[7]. Als Anwendungsgebiet sieht der Chipdesigner "Superphones", worunter er Smartphones mit besonders hoher Leistung versteht, Unterhaltungselektronik, kleine Server[8] und WLAN-Hardware. Typische Konfigurationen dürften einen bis acht Kerne enthalten, könnten jedoch darüber hinausgehen.

Zu den Neuerungen gegenüber dem A9 zählen auch Memory Mapping[9] für bis zu 1 TByte, ein extrem sparsamer Sleep-Modus, der innerhalb von 10 Mikrosekunden eingeschaltet werden kann, und eine gesonderte Energieverwaltung für die verschiedenen Teile der Befehlspipeline[10]. Der Kern unterstützt Hardwarevirtualisierung und ARMs Busarchitektur AMBA 4[11]. Fehlerkorrektur und Wiederherstellung von Daten auf dem Chip sind ebenfalls vorhanden - lauter Merkmale, die bisher zwar Serverprozessoren, aber keine Smartphone-CPUs mitbrachten.

Der Chip wird ARM zufolge bis zu vier symmetrische[12] Kerne in einem Cluster unterstützen. Über AMBA 4 sind mehrere Cluster möglich.

ARM entwickelt nur Chipdesigns, die seine Partner ausgestalten und fertigen lassen können. Derzeit arbeiten Samsung, STMicroelectronics[13] und Texas Instruments[14] an Produkten auf Basis des A15.

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URLs in diesem Artikel:
[1] = http://www.arm.com
[2] = http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_investition_hardware_konsortium_mit_ibm_und_samsung_entwickelt_neue_arm_plattform_story-39001021-41533435-1.htm
[3] = http://www.ibm.com
[4] = http://www.globalfoundries.com
[5] = http://www.samsung.com
[6] = http://de.wikipedia.org/wiki/Superskalarit%C3%A4t
[7] = http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_investition_hardware_arm_kuendigt_doppelkernprozessoren_fuer_smartphones_an_story-39001021-41005264-1.htm
[8] = http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_investition_hardware_arm_experimentiert_mit_serverprozessoren_story-39001021-41531629-1.htm
[9] = http://de.wikipedia.org/wiki/Memory_mapping
[10] = http://de.wikipedia.org/wiki/Pipeline_%28Prozessor%29
[11] = http://www.arm.com/products/system-ip/amba/amba-open-specifications.php
[12] = http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrisches_Multiprozessorsystem
[13] = http://www.st.com/
[14] = http://www.ti.com/de
[15] = http://www.zdnet.de/galerie/41526419/so-sieht-das-ipad-aus-hardware-software-zubehoer.htm#sid=41537577
[16] = http://www.zdnet.de/themen/android/n-1z10oof/