Die Internetverbindung kostet dort 0,3 Prozent des durchschnittlichen Monatseinkommens. In der Zentralafrikanischen Republik zahlt man fast 3600 Prozent des Durchschnittseinkommens. Die USA liegen auf einem beachtlichen vierten Rang.
Die Vereinten Nationen[1] (UN) haben Zahlen zum Preis von Breitband-Internetverbindungen weltweit vorgelegt. Als Maßstab galt das jeweils national gültige durchschnittliche Monatseinkommen. Die chinesische Sonderverwaltungszone Macao[2] erwies sich mit 0,3 Prozent des Monatseinkommens als billigstes Land; die andere chinesische Sonderverwaltungszone, Hongkong[3], liegt auf Platz 3 mit 0,49 Prozent. Dazwischen schob sich Israel mit 0,33 Prozent.
Die USA folgen auf Platz 4 (0,5 Prozent) noch vor Singapur (0,58 Prozent). Am teuersten ist Breitband in der Zentralafrikanischen Republik[4], wo eine schnelle Internetverbindung 3591 Prozent des durchschnittlichen Monatseinkommens kostet. Es folgen Äthiopien (2085 Prozent), Malawi (2038 Prozent), Guinea (1546 Prozent) und Niger (967 Prozent). Soweit Daten überhaupt vorliegen, leisten sich in diesen Ländern nur ein bis zwei von 10.000 Einwohnern einen solchen Luxus.
Die Zahlen hat der Generalsekretär der International Telecommunications Union (ITU[5]) Hamadoun Toure im Vorlauf des UN 2010 Millennium Development Goals Summit[6] vorgestellt. Toure sagte der BBC[7]: "Zugang zu Breitband - Zugang zu Informationen - sollte ein universelles Menschenrecht sein." Einer UN-Richtlinie, die sich diesem Ziel verschrieben hat, haben sich bisher aber nur 30 Staaten weltweit angeschlossen.
Als erstes Land der Erde hat Finnland 2009 einen Breitband-Internetzugang zum Grundrecht erklärt[8]. Seit Juli haben alle Finnen einen gesetzlichen Anspruch auf eine Breitbandverbindung mit mindestens 1 MBit/s.
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