Gleichzeitig laufen laut Berichten Verhandlungen mit einer Medienagentur. Beobachter sehen das als Vorboten eines Google-Musikdienstes in der Cloud. Das Unternehmen holt sich Berater für Verträge mit den vier großen Plattenlabels.

Eric Schmidt und Doug Morris, CEO der Universal Music Group, im Dezember 2009 (Bild: News.com)
Die Meldungen über einen Google[1]-Musikdienst, der schon im Herbst 2010 starten[2] könnte, verdichten sich. Nach einem Bericht[3] von TechCrunch hat der Suchmaschinenanbieter die Anwältin Elizabeth Moody engagiert, die schon viele Lizenzverträge für Musikdienste im Web ausgearbeitet hat. Die New York Post schreibt[4] über Verhandlungen, die Google mit der Harry-Fox-Agentur über Musiklizenzen führt.
Harry Fox lizenziert Musikrechte sowohl digital als auch für andere Medien im Auftrag von Tausenden Verlagen. Wie Quellen aus der Musikindustrie ZDNet mitteilten[5], hat Google ehrgeizige Pläne. Man wolle einen völlig neuartigen Vertrag für eine Cloud[6]-Musikdienst mit den vier großen Musiklabels abschließen. Deshalb, so munkeln Insider, habe man sich mit Moody rechtlichen Beistand besorgt.
Moody hat in der Anwaltskanzlei von Davis Shapiro, Lewit & Hayes[7] mitgearbeitet, die laut TechCrunch bereits Dienste wie Spotify[8], My Space Music[9], iMeem, MOG[10], iLike[11], Bebo[12] und Playlist[13] vertreten hat. Moody kennt nach Angaben von Quellen aus der Musikindustrie die wichtigen Personen in den großen Plattenfirmen und genießt dort Respekt.
Moody wird wahrscheinlich nicht nur mit Cloud-Diensten zu tun haben. Einige Lizenzverträge von Youtube[14] müssen erneuert werden. Mit ihnen regelt das Videoportal die Lizenzrechte mit den großen Musikverlagen, falls Anwender Musik in ihre Clips einbauen.
Nach Meinung von Experten könnte Google mit seiner Musik-Cloud schon weiter als Apple sein. Apple[15] denkt über einen Cloud-Dienst[16] nach, mit dem Anwender ihre Medien - Musik und Videos - online speichern und auf verschiedene Geräte übertragen können. Dafür wurde unter anderem der Streaming-Dienst Lala übernommen und geschlossen[17]. Google hat bereits den Streaming-Dienst SimplifyMedia[18] gekauft[19], mit dem man online gespeicherte Musik auf Mobilgeräte streamen kann.
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