Foxconn erwägt angeblich Abzug aus China

Foxconn spielt mit dem Gedanken, seine Werke in China zu schließen (Bild: Foxconn).

Auftragsfertiger Foxconn will chinesischen Medienberichten zufolge seine gesamten Werke in China schließen. Die Produktionsstätten könnten zurück nach Taiwan, zum Hauptsitz des Konzerns, oder nach Indien und Vietnam verlagert werden. Foxconn selbst teilte mit, dass nur einige Werke betroffen seien. Stimmen die Meldungen, verlieren etwa 900.000 Mitarbeiter ihre Jobs.

Einem Bericht von Reuters zufolge hat die Foxconn-Führung einen Einstellungsstopp für die Werke in Shenzhen verhängt. Gleichzeitig hat das Unternehmen angekündigt, 880 Millionen neue Aktien auszugeben, meldet DigiTimes.

Nach einer Selbstmordserie in seinem Werk in der südchinesischen Sonderwirtschaftszone Shenzhen hatte Foxconn den dortigen Mitarbeitern ab Oktober 66 Prozent Lohnerhöhung von 1200 auf 2000 Yuan im Monat (245 Euro) versprochen. Die Hinterbliebenen erhielten bis zu 100.000 Yuan (etwa 12.100 Euro) als Entschädigung, wie der Standard berichtete.

Man habe Produktionsstätten in China gebaut, weil die Lohnkosten dort niedriger waren, heißt es in einer Stellungnahme von Hon Hai Precision Industry, dem Mutterkonzern von Foxconn. Sollte das Unternehmen die Löhne seiner Arbeiter wie versprochen anpassen, ginge dieser Standortvorteil verloren.

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