Adobe Systems hat den siebten Release Candidate des Flash Player 10.1 veröffentlicht, der einige Fehler der vorherigen Vorabversion korrigiert. Build 10.1.53.64 steht für die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac OS X zum Download bereit.
Flash Player 10.1 unterstützt Hardwarebeschleunigung für die Wiedergabe von H.264-Videos. Dadurch wird die CPU entlastet, und HD-Videos können auf fast jedem Rechner ruckelfrei abgespielt werden. Diese Funktion ist laut Release Notes (PDF) derzeit auf Windows-Betriebssysteme beschränkt. Die Hardwarebeschleunigung funktioniert mit bestimmten Grafikkarten von AMD, Broadcom, Intel und Nvidia.
Unter Linux fehlt es an einer API für die hardwarebeschleunigte HD-Videowiedergabe, und unter Mac OS X haben die Entwickler erst seit Kurzem Zugriff auf eine Programmierschnittstelle, die Hardwaredecoding von H.264-Videos erlaubt. Adobe zufolge hat Apple diese in Mac OS X 10.6.3, das Ende März erschienen ist, integriert.
Inzwischen steht die zweite Preview des Flash Player 10.1 mit dem Codenamen "Gala" zum Download bereit, die unter Mac OS X 10.6.3 Hardwarebeschleunigung für die Wiedergabe von H.264-Videos ermöglicht.

Die mobilen Versionen des Flash Player 10.1 für Android, WebOS, Symbian und Blackberry werden entgegen anderslautenden Aussagen von Adobe-CEO Shantanu Narayen nun doch wie geplant im ersten Halbjahr erscheinen. Der Firmenchef hatte vor Kurzem in einem Fernsehinterview von einer Verschiebung des Veröffentlichungstermins ins zweite Halbjahr gesprochen. Adobe hat dies inzwischen dementiert und den ursprünglichen Zeitplan bestätigt. Narayans Aussage habe sich auf Smartphones mit vorinstalliertem Flash Player 10.1 bezogen, die erst im zweiten Halbjahr erscheinen sollen.
Für Android 2.2 (Froyo) steht eine Beta-Version des Flash Players im Market zum Download zur Verfügung. Laut den Release Notes unterstützt sie neben einer GPU-beschleunigten Wiedergabe von H.264-Flash-Videos auch einen GPU-Hardware-Renderer für die Darstellung von Vektorgrafiken, Bitmaps, 3D-Effekten, Filteroperationen, Farbtransformationen und Text. Durch die Nutzung der GPU für das Rendering sinkt der Energiebedarf bei der Darstellung von Flash-Animationen.
Laut Apple-Chef Steve Jobs ist Flash "Teil einer vergangenen Ära" und wird derzeit von iPhone, iPod Touch und iPad nicht unterstützt. Google hingegen arbeitet mit Adobe eng zusammen und will die Technik im Browser Chrome sogar fest einbauen. Für die nächste Version des Smartphone-Betriebssystems Android hat der Hersteller Flash-Unterstützung angekündigt. Auch Nokia und Opera wollen die Adobe-Technik weiter unterstützen.
