Bis 2014 erwartet ABI Research eine Durchdringung von 90 Prozent. Führende Funknetztechnologie soll ab 2012 Wireless-N sein. Aktuell unterstützen es aber nur zehn lieferbare Geräte.
In einigen Jahren könnte es schwer werden, ein Smartphone ohne integrierte WLAN-Technologie zu finden. Diese Prognose treffen die Marktforscher von ABI Research[1]. Ihnen zufolge werden 2014 rund 90 Prozent aller Smartphones über Wi-Fi-Technologie[2], also IEEE 802.11b/g/n, verfügen. Heute ist ungefähr die Hälfte der verkaufen Smartphones mit diese Funknetztechnik ausgestattet.
ABI sieht als Grund für den vorhergesagten Trend bandbreitenintensive Dienste wie Online-Spiele mit detailreicher Grafik und Video-Streaming. Die 3G-Netzwerke[3] seien jetzt schon überlastet. Beispielsweise fordere AT&T[4] (Apples[5] Exklusivpartner in den USA) seine iPhone-Kunden auf, seine 20.000 kostenlosen Hotspots verstärkt zu nutzen.
"Im Zeitalter auf Datenverkehr ausgerichteter Multimedia-Telefone haben die Provider Wi-Fi als eine Möglichkeit entdeckt, Verkehr aus den Mobilfunkbändern abzuleiten und die Benutzererfahrung zu verbessern", sagt Michael Morgan, ein Analyst von ABI Research. "Wir sehen auch eine erhöhte Nachfrage nach Wi-Fi durch die Kunden, weil es höhere Bandbreiten und besseren Empfang im Gebäudeinnneren verspricht."
Trotz der Umstellung auf 4G-Mobilfunktechnik wie LTE[6] sieht ABI Research eine große Zukunft für WLAN-Handys. Schließlich erfolge hier gerade die Umstellung auf den neueren Standard IEEE 802.11n[7], der sechsmal schneller als der Vorgänger 11g ist und dreimal mehr Reichweite bietet.
Heute sind laut ABI in den USA zehn Smartphones mit 11n verfügbar: vier von LG[8] und sechs von Samsung[9]. Die Marktforscher erwarten, dass "Wireless-N", wie die Technik auch genannt wird, bis 2012 zum führenden WLAN-Standard aufsteigen wird.
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