Besonderes Interesse besteht Opera zufolge in Belgien, Frankreich, Spanien und Polen. Den Start von Opera 10.50 am Dienstag hat der Softwareanbieter mit eingerechnet.
Opera Software[1] hat in den vergangenen Tagen eine deutliche Zunahme von Downloads seines gleichnamigen Browsers festgestellt. Einem Bericht von Computerworld[2] zufolge nennt das Unternehmen als Grund die Anfang des Monats von Microsoft[3] in Europa eingeführte Browserauswahl[4].
In vielen wichtigen Regionen habe sich die Zahl der Downloads seit Montag verdreifacht, erklärte Rolf Assev, Chief Strategy Officer des norwegischen Browser-Anbieters. Ein besonders großes Interesse bestehe in Belgien, Frankreich, Spanien, Polen und Großbritannien. Die Einführung der neuen Browserversion 10.50[5] am Dienstag sei in den Zahlen berücksichtigt worden: Opera habe die Downloads mit den Starts früherer Versionen wie Opera 10.0, 10.10 und 9.5 verglichen.
Seit Wochenbeginn verteilt Microsoft ein Update, über das Windows-Nutzer in Europa zwischen zwölf verschiedenen Browsern auswählen können. Darunter sind Chrome, Firefox, Opera, Safari und der hauseigene Internet Explorer. Die Browser-Auswahlbox erscheint nur bei Nutzern von Windows XP und höher, die den Internet Explorer als Standardbrowser verwenden.
Der Softwareanbieter erfüllt damit eine Vorgabe der EU[6] vom Dezember. Vorausgegangen war eine durch eine Beschwerde von Opera ausgelöste Kartelluntersuchung. Die Norweger hatten Microsoft vorgeworfen, mit der Bündelung von Windows und Internet Explorer den Wettbewerb im Browsermarkt einzuschränken.
- Zur Browserauswahl: browserchoice.eu[7]

Microsofts Browserauswahl hat eine deutliche Zunahme des Interesses am Opera-Browser ausgelöst (Bild: Microsoft).
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